Leitl: Soziale Absicherung Selbständiger ausgeweitet

Mit Beitragsbefreiungen und Entlastungen für Unternehmensgründer werden langjährige Forderungen der WKÖ auf Schiene gebracht

Wien (OTS/PWK074) - "Das nun auf Betreiben der Wirtschaft in Begutachtung geschickte Paket für Selbständige ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im Ausbau der sozialen Absicherung für Österreichs Kleinunternehmern. Wir verfolgen den Weg konsequent weiter, den wir Anfang des Jahres mit der Einführung des Krankengeldes für Selbständige und der Verdoppelung des Wochengeldes für Unternehmerinnen sehr erfolgreich eingeschlagen haben", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Unternehmerinnen und Unternehmer
Gerade für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Unternehmerinnen und Unternehmer enthält das Paket wichtige Maßnahmen: So sollen Unternehmerinnen die Möglichkeit haben, künftig von der Beitragspflicht zur Sozialversicherung für die Dauer des Wochengeldbezugs befreit zu sein, wobei der Krankenversicherungsschutz aufrecht bleibt. Zusammen mit der Verdopplung des Wochengeldes sollen Unternehmerinnen die Zeit rund um die Geburt eines Kindes ohne finanzielle Existenzsorgen verbringen können. Eine weitere Verbesserung: UnternehmerInnen, die Kinderbetreuungsgeld beziehen, können eine Ausnahme von der Pflichtversicherung nach der Kleinunternehmerregelung beantragen. Dadurch können Unternehmerinnen und Unternehmer mit kleinen Kindern einer geringfügigen Erwerbstätigkeit nachgehen, ohne gleichzeitig mit Sozialversicherungsbeiträgen belastet zu werden. Leitl: "Mit diesem Maßnahmenpaket werden Selbständige unterstützt, die Zeit rund um die Geburt eines Kindes und in der Kleinkindphase ohne finanzielle Existenzsorgen verbringen zu können".

Entlastung von Unternehmensgründern
Neugründer zahlen in den ersten drei Jahren nach Gründung verringerte Beiträge zur Sozialversicherung. Nach dieser Zeit kommt es allerdings für bestimmte Beiträge zu Nachverrechnungen. Um die finanzielle Situation bei Neugründungen besser zu berücksichtigen und Liquiditätsengpässe zu vermeiden, soll eine etwaige Nachzahlung der Pensions- und Krankenversicherungsbeiträge künftig auf Antrag zinsenfrei auf drei Jahre - in 12 Teilbeträgen - möglich sein.
Als Pilotprojekt startet zudem eine Überbrückungshilfe, die in Härtefällen greifen soll, um die finanzielle Belastung, die Selbständige mit Einkünften unter der Mindestbeitragsgrundlage tragen, abzumildern.
"Es ist sehr erfreulich, dass es gelungen ist, die Vereinbarungen der Bundesregierung in Laxenburg rasch umzusetzen. Mein Dank gilt insbesondere den Bundesministern Mitterlehner und Hundstorfer, die die Forderungen der Wirtschaft auf Schiene gebracht und damit soziale Verantwortung für Unternehmerinnen und Unternehmer wahrgenommen haben", so Leitl. (PM)

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