Neues Volksblatt: "Gerechtigkeit" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 21. Februar 2013

Linz (OTS) - Niemand wird etwas dagegen haben, dass jene, die mehr haben, auch mehr zum Funktionieren Österreichs beitragen. Das ist nicht nur eine Frage der Solidarität, sondern auch der Vernunft, denn der soziale Friede ist besonders für jene wichtig, die etwas zu verlieren haben. Daher soll man über ein gerechtes und vernünftiges Steuersystem reden; ohne Polemik und ohne Populismus. Denn: Was nützt uns der Slogan "Die Reichen sollen zahlen!", wenn sich die Reichen mit ihrer Kohle und - wo es geht - mit ihren Firmen uns Ausland absetzen?
In Frankreich sehen wir ja, wohin es führt, wenn Wahlkampf-Slogans zum Gesetz werden: Dort ist es Francois Hollande mit ähnlichen Slogans wie die der österreichischen Sozis gelungen, den ungeliebten Nicolas Sarkozy als Präsident abzulösen - und heute, nach Einführung neuer Steuern, wandern Unternehmen ab, Arbeitsplätze gehen verloren, die Arbeitslosigkeit bleibt.
Ist das die "Gerechtigkeit", die Hollande den Franzosen versprochen hat? Daher sollten Österreichs Sozialdemokraten sagen, was sie konkret unter "gerecht" verstehen. Etwa: Wie reich muss ein Reicher sein, dass er zahlen muss, und wie viel? Damit Österreich nicht dort landet, wohin der französische Sozialist sein Land geführt hat: In mehr Steuern, weniger Arbeitsplätze und mehr Arbeitslosigkeit. Das Ergebnis mit einem Wort: Weniger für alle. Auch eine Form von Gerechtigkeit!

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