StR Ludwig: Wir halten die Sanierungsleistung auf konstant hohem Niveau

Seit 2009 wurden Projekte mit über 50.000 Wohnungen realisiert. Zusätzliche Anreize und Verbesserungen bei den Förderkriterien sorgen erneut für wichtige Impulse

Wien (OTS) - "Geförderte Wohnhaussanierungen stellen eine der zentralen Säulen der Wiener Wohnbaupolitik dar. Sie leisten - neben dem Wohnungsneubau - einen entscheidenden Beitrag zur hohen Wohn- und Lebensqualität bei gleichzeitig stabilen und erschwinglichen Mieten", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Über die Investitionen und Förderungen der Stadt Wien werden im Rahmen der "Sanften Stadterneuerung" ganze Grätzel aufgewertet und lebenswerter gestaltet. Darüber hinaus wird durch die Steigerung der Energieeffizienz eine deutliche Entlastung der BewohnerInnen (u.a. durch die Reduktion des Heizwärmebedarfs) erreicht und der Klima- und Umweltschutz verbessert. Die besonders arbeits- und beschäftigungsintensive Wohnhaussanierung trägt zudem auch maßgeblich zur Ankurbelung der Konjunktur und zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei, wie der Wiener Wohnbaustadtrat betont.

Die hohen Investitionen in die geförderte Wohnhaussanierung sind gerade auch in Zusammenhang mit den Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise von ganz besonderer Bedeutung. So wurden bereits mit dem Jahr 2009 - mit Inkrafttreten der neuen Sanierungsverordnung (SanVO 2008) - die Förderungen zusätzlich ausgeweitet und zudem die Förderanreize deutlich erhöht. Aufgrund dieser weiteren Attraktivierung der Förderbestimmungen sind in den Folgejahren die Förderanträge massiv angestiegen. Durch die Bereitstellung von zusätzlichen Mittel konnten gleichzeitig auch die Förderzusagen deutlich erhöht werden.

Konstant hohe Sanierungsleistung durch die Bereitstellung von Fördermitteln

So befinden sich aktuell 318 Projekte mit 22.190 Wohneinheiten in Bau. Das Gesamtbauvolumen dafür beläuft sich auf 737,46 Mio. Euro. Das Fördervolumen beträgt rund 457 Mio. Euro. Für weitere 233 Objekte mit insgesamt 17.471 Wohneinheiten laufen derzeit die Bauvorbereitungen. Die Gesamtinvestitionen von 441,39 Mio. Euro werden von der Stadt Wien mit Förderungen von 239 Mio. Euro unterstützt.

"In den vergangenen vier Jahren, also seit 2009, wurden für insgesamt 975 Projekte mit 1,284 Milliarden Gesamtbaukosten und 52.475 Wohneinheiten Förderzusagen erteilt. Bei 852 Projekten mit 1,153 Milliarden Gesamtbaukosten und 50.618 Wohneinheiten konnten im selben Zeitraum die Sanierungen abgeschlossen werden", erläutert Stadtrat Ludwig. "Von Seiten der Stadt Wien haben wir für den Zeitraum 2009 bis inklusive 2013 1,054 Milliarden Euro an Fördermitteln bereitgestellt."

Weitere Verbesserungen durch Novellierung der Förderbestimmungen

Um jedoch auch in Zukunft weitere Verbesserungen zu erreichen und den aktuellen Rahmenbedingungen gerecht zu werden ist derzeit eine weitere Novellierung der Sanierungsverordnung in Ausarbeitung. "So werden unter anderem die Wärmeschutzstandards im Bereich der thermisch-energetischen Wohnhaussanierung ausgeweitet. Darüber hinaus soll es, wenn im Zuge einer umfassenden thermischen Sanierung neuer Wohnraum geschaffen wird, auch noch eine zusätzliche Förderung als nichtrückzahlbaren Zuschuss geben", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Außerdem werden im Zuge der Novellierung auch die Bestimmungen für die höchstzulässigen Baukosten sowie die Grenzwerte für die Gewährung von Darlehen an die aktuellen Wirtschafts- und Zinssituation angepasst.

Die finale Ausarbeitung und notwendige Beschlussfassung in der Wiener Landesregierung ist bis Sommer 2013 geplant.

Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln in den nächsten Monaten geplant

Um darüber hinaus auch noch einen zusätzlichen Impuls für die Wohnhaussanierung zu setzen, ist eine einmalige Aktion geplant. Bereits in den nächsten Monaten sollen über eine eigene Gemeinderatsaktion insgesamt 80 Mio. Euro je zur Hälfte für Neubau und Sanierung bereitgestellt werden. Denn sowohl im Neubau als auch in der Sanierung (hier v.a. bei gewerblichen Entwicklern) ist derzeit aufgrund der Kreditvergaberegeln nach Basel III der Bedarf nach Ergänzungsmitteln zur Ausfinanzierung ihrer Vorhaben gegeben. "Wir unterstützen dadurch bereits jurierte Projekte und kurbeln so die Sanierungsleistung zusätzlich an", betonte Ludwig.

Aktuelle Schwerpunktsetzungen und Blocksanierungsgebiete

Der Schwerpunkt bei der geförderten Wohnhaussanierung liegt auch im Jahr 2013 speziell auf der thermisch-energetischen Wohnhaussanierung (Thewosan). Zusätzlich wird über eigene Blocksanierungsgebiete die Wohnhaussanierung unterstützt. Die Blocksanierung stellt eine im Rahmen eines Sanierungskonzeptes erfolgende liegenschaftsübergreifende gemeinsame Sanierung von mehreren Gebäuden oder Wohnhausanlagen in Verbindung mit Maßnahmen zur städtebaulichen Strukturverbesserung dar. Begleitet wird der gesamte Prozess auch von den ExpertInnen der jeweiligen Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) und jenen des wohnfonds_wien.

Aktuelle Gebiete

1030, EUROGATE 1100, Kretaviertel 1110, Rinnböckstraße 1120, Murlingengasse 1150, Sechshaus 1160, Friedmanngasse 1160, Roseggergasse 1170, Haslingergasse

1170, Hernalser Gürtel
1200, Klosterneuburger Straße

Nachbetreuung
1030, Erdbergstraße
1140, Kienmayergasse
1150, Fünfhaus Nord
1160, Hippgasse
1170, Gräffergasse
1180, Staudgasse

Neue Blocksanierungsgebiete:

1. Friedmanngasse:
* Betrifft das südlich der Ottakringer Straße gelegene Gebiet
* Gebietsabgrenzung: Ottakringer Straße - Haberlgasse -Neulerchenfelder Straße - Deinhardsteingasse - Abelegasse - Johann Nepoumuk Berger Platz
* mit 10 Baublöcken und ca. 93 Liegenschaften
* hoher Anteil an Substandardwohnungen mit unterklassig bebauten Liegenschaften, Baulücken sowie einer größeren Anzahl unsanierter Nachkriegsbauten

2. Hernalser Gürtel
* Das nördlich der Ottakringer Straße bzw. entlang des Gürtels gelegene Gebiet
* Gebietsabgrenzung: Bergsteiggasse - Hernalser Hauptstraße -Palffygasse - Geblergasse -Hernalser Gürtel - Friedmanngasse -Veronikagasse - Ottakringerstraße
* mit 8 Baublöcken und ca. 131 Liegenschaften

3. Eurogate
* Das Gebiet liegt an der Südostgrenze des dichtbebauten Teils des 3. Bezirks und grenzt an das Stadtentwicklungsgebiet ASPANGGRÜNDE -EUROGATE und das BS-Gebiet FASANVIERTEL.
* Gebietsabgrenzung: Aspangstraße 27 bis 65 - Rennweg 54 bis 92
* Die Blockentwicklung besteht aus 4 Baublöcken mit insgesamt 36 Liegenschaften.

Demnächst:
BSG Sonnwendviertel:
* Gebietsabgrenzung: Landgutgasse - Sonnwendgasse - Gudrunstraße -Gellertgasse - Pernerstorfergasse - Wielandplatz - Pernerstorfergasse - Favoritenstraße - Keplerplatz - Gudrunstraße - Humboldtgasse -Humboldtplatz - Scheugasse
* Dieses Gebiet ist gerade im Umbruch und die Neubebauung ist derzeit in der Umsetzung.

(Schluss) csi

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Hanno Csisinko
Mediensprecher Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81983
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