AK Muhm: Vermögenssteuer kann keine Mittelschichtsteuer sein

Die obersten 5 Prozent verfügen über fast die Hälfte des Vermögens

Wien (OTS) - "Bei Vermögen gibt es im Gegensatz zu Einkommen keine Mittelschicht. Daher kann eine Vermögenssteuer auch keine Mittelschichtsteuer sein", weist AK Direktor Werner Muhm die Kritik zurück, die Mittelschicht besteuern zu wollen.

In der aktuell wieder aufgeflammten Debatte rund um die Einführung einer Vermögenssteuer weist die AK erneut darauf hin, dass es zwar bei den Einkommen in Österreich eine breite Mittelschicht gibt, im Unterschied dazu beim Vermögensbesitz allerdings keine Mittelschicht existiert. Jene knapp 80 Prozent der Haushalte, die nicht zu den Armutsgefährdeten oder den Spitzenverdienern gehören, verfügen über etwa 75 Prozent der gesamten Einkommen.

Doch beim Bruttovermögen halten die unteren 80 Prozent der Haushalte (2,8 Millionen) nur 26 Prozent. Dagegen vereinen die obersten 20 Prozent der Haushalte 74 Prozent des Vermögens, die obersten fünf Prozent (180.000 Haushalte mit Vermögen von mehr als einer Million Euro) fast die Hälfte aller Vermögen.

Erschwerend kommt hinzu, dass diese Erhebung von EZB und OeNB dabei die Konzentration der Vermögen noch merklich unterschätzt, weil sehr reiche Haushalte in der Befragung die Antwort verweigern oder nicht richtig Auskunft geben. Obwohl es in Österreich etwa 60.000 Stiftungen gibt, hat keiner der befragten Haushalte die Beteiligung an einer Stiftung angegeben.

"Ich frage daher: Wie soll eine Besteuerung großer Vermögen die Mittelschicht treffen?", so Muhm. Und weiter: "Wir fordern erneut:
Vermögen besteuern, Arbeit entlasten!"

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