"Ich nannte ihn Krawatte" - Lesung von Milena Michiko Flasar in Brüssel

Preisträgerin des Alpha 2012 zu Gast im Wien-Haus

Wien (OTS) - Montag Abend fand im Wien-Haus in Brüssel eine Lesung der jüngsten Preisträgerin des Literaturpreises Alpha, der Autorin Milena Michiko Flasar, statt. Flasar, Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, behandelt in ihrem neuen Buch das soziologische Phänomen der Hikikomori, wie man in Japan den freiwilligen Rückzug von Menschen aus der Gesellschaft nennt. "Ich nannte ihn Krawatte" ist ihr drittes Buch.

Flasar gab in mehreren Leseproben Einblick in das Leben der beiden Protagonisten des Buches, eines älteren, seit kurzem arbeitslosen Mannes, der seine Entlassung aber verheimlicht, und eines jungen Burschen, der sich für zwei Jahre vor der Welt zurückgezogen hatte, die einander auf einer Parkbank begegnen. In "Ich nannte ihn Krawatte" verbindet die Verweigerung vor der Norm zwei vordergründig ganz verschiedene Menschen, die sich langsam einander annähern.

Rund 80 Gäste nahmen an der Lesung teil, mit der das Wien-Haus sein Kulturprogramm 2013 eröffnete, unter ihnen die Abgeordnete zum Europäischen Parlament Evelyn Regner, der Protokollchef des Rates, Leopold Radauer und der Leiter des Österreichischen Kulturforums in Belgien, Mario Vielgrader.

Literaturpreis Alpha - Gelungene Kooperation zwischen Casinos Austria und Büchereien Wien

Der Literaturpreis Alpha wurde von Casinos Austria gestiftet und, in Kooperation mit den Büchereien Wiens, 2012 bereits zum dritten Mal vergeben. Er ist mit 10.000 Euro Preisgeld einer der höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum und soll Autorinnen und Autoren unterstützen, die noch am Anfang ihres schöpferischen Wirkens stehen. Die Jury steht unter dem Vorsitz von Josef Haslinger, die Büchereien Wien als Kooperationspartner ermittelten die Shortlist unter der Leitung von Christian Jahl.

Dietmar Hoscher, Vorstandsdirektor von Casinos Austria, stellte in seinen Begrüßungsworten die Beweggründe für den Preis dar: "Es gibt in Österreich zahlreiche talentierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die entdeckt und gefördert werden sollen. Der Alpha soll ihnen eine Bühne sein, auf der sie sich präsentieren können, er soll durch die ansehnliche Dotierung aber auch helfen, das berufliche Fortkommen zu unterstützen. Es ist schön, diese Anerkennung nun in Kooperation mit dem Wien-Haus in Brüssel auf ein internationales Parkett heben zu können."

Christian Jahl, Leiter der Hauptbücherei, zeigte sich erfreut über die Nachhaltigkeit des Preises und betonte, dass "die Büchereien Wien innerhalb ihres breiten Angebotsspektrums besonderes Augenmerk auf die Förderung heimischer Autorinnen und Autoren legen - und hier wiederum im speziellen auf interessante Nachwuchsliteratur". Literaturbegeisterte können sich in 39 Zweigstellen der Büchereien Wien davon überzeugen.

"Wir sehen es auch als eine Aufgabe des Wien-Hauses, jungen Autorinnen und Autoren wie Milena Michiko Flasar mit unseren Veranstaltungen in Brüssel ein internationales Publikum zu erschließen und so unseren Beitrag zur Nachwuchsförderung zu leisten", meinte Michaela Kauer, Leiterin des Verbindungsbüros der Stadt Wien, "es ist schön, mit Casinos Austria und den Büchereien Wien starke Partner bei der Vermittlung von Wiener Kultur in Brüssel gefunden zu haben." (Schluss)

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