WIFO-Werbeklimaindex: Österreichische Werbewirtschaft kommt in Stimmung

Superwahljahr 2013 alleine aber nicht ausschlaggebend - Sery-Froschauer: Wahlwerbung und Marktforschung für 50 % der befragten Unternehmen wichtiges Geschäftsfeld

Wien (OTS/PWK071) - In der österreichischen Werbewirtschaft zeichnet sich eine Trendwende ab: Der WIFO-Werbeklimaindex, das wichtigste Konjunkturbarometer in der Kommunikationswirtschaft, ist im 4. Quartal 2012 deutlich gestiegen. "Er legte von 18,0 auf 24,5 Punkte zu. Die österreichische Kommunikationswirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr", sagte Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Wahlwerbung für die Nationalratswahl 2013

"Im Superwahljahr 2013 wollen wir wissen, wie wirken sich Wahlkämpfe geschäftlich auf die Kommunikationsbranche aus. Die Auswertung von zwei Sonderfragen, die im Zuge der Erhebung des Werbeklimas gestellt wurden, zeigt, dass 50 Prozent der befragten Unternehmen Wahlwerbung und Marktforschung als wichtiges Geschäftsfeld der österreichischen Kommunikationsbranche betrachten. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen und Bundesländern", weiß Sery-Froschauer: "Für 14 Prozent der befragten Werbeunternehmer stellt Wahlwerbung im eigenen Unternehmen ein wichtiges Geschäftsfeld dar."

Das Parteiengesetz 2012 legt die Obergrenze für Wahlwerbungausgaben pro Partei und Jahr mit 7 Millionen Euro fest. Dieser Rahmen wird nicht von allen im Parlament vertretenen Parteien ausgeschöpft werden. "Es ist damit zu rechnen, dass im Nationalratswahlkampf 30 Millionen Euro für Wahlwerbung ausgegeben wird", prognostiziert Fachverbandsobfrau Sery-Froschauer.

Sery-Froschauer: Wahlkampf braucht Ressourcen

Ein signifikanter Unterschied ergibt sich jedoch je nach Größe der Agenturen. Wir haben kategorisiert: EPUs, Betriebe mit 2 bis 5 Beschäftigte und Unternehmen mit mehr als 6 Mitarbeitern. 24 Prozent der befragten Unternehmen in der Kategorie mit mehr als sechs Mitarbeitern haben Wahlwerbung in ihrem Portfolio. Dieser Wert liegt bei den EPUs bei 13 Prozent und bei den Unternehmen mit zwei bis fünf Beschäftigten bei 14 Prozent. "Zur Umsetzung komplexer Wahlkampfstrategien sind offensichtlich ausreichend Humanpower und organisatorische Strukturen im Werbeunternehmen erwünscht", so Sery-Froschauers Interpretation des Ergebnisses.

Der Werbe-Motor läuft wieder

Das wichtigste österreichische Konjunkturbarometer der Werbebranche ist nach 3 Rückgängen in Folge im Jänner 2013 wieder gestiegen. Wirtschafts- und Meinungsforscher haben diesen Anstieg im Jänner 2013 erwartet und sehen das jetzt als Signal für eine Trendwende. Sery-Froschauer rechnet mit einer Stabilisierung der Werbekonjunktur. Die allgemeinen WIFO-Konjunkturdaten liefern zusätzliche Hinweise, dass die österreichische Volkswirtschaft im 1. Halbjahr 2013 wieder wachsen wird. Zusammen mit der deutschen Werbewirtschaft wird Österreich die robusteste Konjunktur in der Euro-Zone behalten.

Gerade im Superwahljahr 2013 kommt der kreativen Freiheit von Werbung und der Wahl von Kommunikation eine entscheidende Bedeutung zu. "Internet, soziale Medien und moderne Kommunikationslösungen werden verstärkt in den Wahlkämpfen 2013 eingesetzt", so Andreas Allerstorfer, Sprecher der Berufsgruppe Außenwerbung im Fachverband Werbung und Marktkommunikation, "aber das klassische Plakat und Print werden ihre dominierende Funktion im Bereich der politischen Werbung wohl nach wie vor beibehalten." (JR)

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