Wissenschaftsminister: "Theologie und Theologen werden gebraucht"

Karlheinz Töchterle verteidigt in Zeitschrift "miteinander" Theologie an staatlichen Fakultäten

Wien, 20.02.13 (KAP) Ein starkes Plädoyer für die Theologie an staatlichen Fakultäten hat Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle gehalten. "Theologie und Theologen werden nach wie vor gebraucht, weshalb auch deren Legitimation in Wissenschaft und Beruf nicht in Frage zu stellen ist", schreibt Töchterle in einem Beitrag für die Zeitschrift "miteinander" des Canisiuswerkes (März-Ausgabe).

Wo Theologie als wissenschaftliche Disziplin in Frage gestellt wird, fuße dies nicht selten in einem "engen Wissenschaftsbegriff", der Wissenschaft und Forschung auf einen "ganz kleinen, im naturwissenschaftlich-technischen Bereich anzusiedelnden Ausschnitt" begrenzt. Dagegen sei Theologie als "Textwissenschaft" eine bewährte und präzise Wissenschaft, die auch für "zentrale menschliche Fragen wie die nach Gott, Transzendenz oder ethischen Normen" eine "Schlüsselkompetenz" beanspruchen dürfe. Beispiele eines solchen konkreten Beitrags der Theologie seien etwa die Innsbrucker Forschungszentren "Religion, Gewalt, Kommunikation und Weltordnung" und "Synagoge und Kirchen", so Töchterle.

Theologie sei daher "im Doppelsinnen 'gefragt': erstens als Antwortgeberin auf bedeutende, teilweise fundamentale Fragestellungen menschlicher Existenz und zweitens als Lieferantin vieler, gerade auch heutzutage wichtiger Kompetenzen" auch am Arbeitsmarkt, so der Wissenschaftsminister.

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