"Stöckl." startet am 21. Februar in ORF 2

Hans Adelmann, Vea Kaiser, Markus Hengstschläger und Karl Merkatz zu Gast

Wien (OTS) - Im neuen wöchentlichen Gesprächsformat "Stöckl." trifft ab 21. Februar 2013 jeweils Donnerstag um 23.00 Uhr in ORF 2 Erfahrung auf Neues - Menschen mit Lebenserfahrung begegnen Jungen, die die Welt gestalten wollen. 'Stöckl.' verbindet Erfahrung und Zukunft, indem die Sendung die Berührungspunkte und Spannungsfelder unter den Gästen aufzeigt. In der ersten Sendung begrüßt Barbara Stöckl am Donnerstag, dem 21. Februar, um 23.00 Uhr in ORF 2 Hans Adelmann, Vea Kaiser, Markus Hengstschläger und Karl Merkatz:

Hans Adelmann: Der jüngere Bruder von Milliardär Frank Stronach lebt einfach und zurückgezogen in den Schweizer Bergen und beneidet seinen Bruder um nichts. Hans Adelmann wuchs gemeinsam mit seinem Halbbruder Frank Stronach in der Steiermark auf und wurde mit 18 Jahren dessen erster Mitarbeiter in Toronto. Relativ schnell prallten unterschiedliche Weltanschauungen und Visionen aufeinander: Frank wollte reich und berühmt werden, Hans wollte sein Glück im Bescheidenen finden. Die Wege der beiden Brüder trennten sich auf viele Jahre. Heute lebt der mittlerweile 74-Jährige mit seiner Frau und zwei erwachsenen Töchtern in der Schweiz. Mit seinem Buch "Einfacher leben" tritt er erstmals an die Öffentlichkeit.

Vea Kaiser: Bei der Matura war Deutsch ihr schlechtestes Fach, heute ist die 24-Jährige mit ihrem Debütroman "Blasmusikpop" eine gefeierte Autorin. In ihrem Roman skizziert Vea Kaiser die Engstirnigkeit und den unreflektierten Traditionssinn der Bewohner/innen eines kleinen abgeschiedenen Bergdorfes in den österreichischen Alpen. Die Studentin der Philologie stammt selbst aus einer kleinen Gemeinde im Wienerwald, wo sie sich schon immer etwas fremd gefühlt hat: "Ich finde Dörfer prinzipiell toll, nur für mich sind sie nichts." Schuld an ihrem Roman war eigentlich eine "Quarterlife-Crisis": "Kurz vor meinem 21. Geburtstag stellte ich fest, dass ich noch nie etwas zu Ende gebracht hatte."

Markus Hengstschläger: Der ehemalige Punk und heutige Topwissenschafter kritisiert die Talentvernichtung in den Schulen. "Der Mensch mit all seinen Eigenschaften ist niemals auf seine Gene reduzierbar. Er ist das Produkt der Wechselwirkung zwischen Genetik und Umwelt", weiß Markus Hengstschläger, was auch erklärt, warum manche ihr Potenzial anders ausschöpfen als andere. Trotzdem plädiert der Humangenetiker gegen das Durchschnittsdenken und für individuelle Talentförderung: "Jeder ist Elite, jeder hat besondere Talente. Es geht uns nicht ums Allround-Können, sondern um Menschen, die bereit sind, neue Wege zu gehen, den nächsten Schritt zu setzen, innovativ zu sein."

Karl Merkatz: Im preisgekrönten Film "Anfang 80" stellt eine neue Liebe sein Leben auf den Kopf. Privat ist der Schauspieler seit 57 Jahren glücklich verheiratet. Ähnlich wie im Film "Amour" von Michael Haneke geht es in "Anfang 80" um das Tabuthema Liebe im Alter. Gezeigt wird die junge Liebe zweier betagter Menschen in all ihren schönen, aber auch schwierigen Facetten. Merkatz selbst ist seit Jahrzehnten mit seiner Frau Martha glücklich. "Das Geheimnis einer glücklichen Ehe ist, dass man Schuld eingesteht und sie nicht nur beim anderen sucht", so der Schauspieler, der die Herausforderungen des Älterwerdens kennt.

"Stöckl." ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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