Waffenfachhandel: Erfolgreiche Einführung des zentralen Waffenregisters - ZWR

Funke und Siegert: "Waffenfachhandel leistet einen großen Beitrag zum Funktionieren des Erfassungssystems für privat genutzte Schusswaffen in Österreich"

Wien (OTS/PWK070) - Für das Anfang Oktober 2012 vom Bundesministerium für Inneres in Betrieb genommene zentrale Waffenregister (ZWR) liegen jetzt erste Ergebnisse vor: In den ersten vier Monaten wurden bereits mehr als 30.000 Schusswaffen registriert. Der heimische Waffenfachhandel trägt dazu mit über 90 Prozent der durchgeführten Registrierungen einen hohen Anteil bei. Von den rund 250 österreichischen Waffenfachhändlern sind mehr als 200 zur Vornahme der Registrierung im zentralen Waffenregister ermächtigt. "Von Seiten der Interessenvertretung des Waffenfachhandels wurde in den vergangenen Jahren intensiv mit den zuständigen Behörden kooperiert, um einen reibungslosen Ablauf der Waffenregistrierung zu gewährleisten, was uns dem ersten Anschein nach gut gelungen ist", hebt Dieter Funke, Bundesobmann des zuständigen Gremiums in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hervor.

Eine EU-Richtlinie aus 2008 verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Einführung eines computergestützten Waffenregisters, in dem alle Schusswaffen zu registrieren sind. Diese Vorgabe hat Österreich durch die Schaffung des Zentralen Waffenregisters fristgerecht erfüllt. Der Echtbetrieb des ZWR und damit die Registrierung von Büchsen und Flinten (Kategorie C und D Waffen) wurde im Oktober vergangenen Jahres aufgenommen. Seitdem sind Besitzer von Schusswaffen verpflichtet diese im ZWR zu registrieren. Die Waffenbesitzer können die Registrierung aber auch bei einem in Österreich niedergelassenen und dazu ermächtigten Gewerbetreibenden durchführen lassen. Die Ermächtigung dazu wird durch das Innenministerium für jene Unternehmen des Waffenfachhandels ausgesprochen, die am System des zentralen Waffenregisters teilnehmen wollen. Mehr Informationen zum Thema sind auf der Website www.hartwaren.at zu finden.

Für die Vornahme der Registrierung gebührt dem durchführenden Gewerbetreibenden grundsätzlich eine angemessene Entschädigung. Daneben besteht auch die Möglichkeit einer kostenlosen Online-Selbstregistrierung durch den Waffenbesitzer über www.help.gv.at mit Bürgerkarte oder Handy-Signatur. Auf diesem Weg sind bisher jedoch lediglich 2.900 Waffen registriert worden.

Das Serviceangebot des Waffenfachhandels wird von den Jägern, Sportschützen und Waffensammlern sehr gut angenommen. "Wie bei jedem neuen System gab es in der Startphase aber auch Probleme und Schwierigkeiten", berichtet Robert Siegert, Branchensprecher des Waffenfachhandels in der Wirtschaftskammer Österreich. "Diese Kinderkrankheiten sollten allerdings inzwischen weitgehend bewältigt sein, sodass künftig eine noch schnellere und einfachere Handhabung bei der Registrierung im ZWR gewährleistet zu sein scheint. Wir arbeiten mit dem Innenministerium ständig an der Verbesserung des Systems und geben Informationen und Hilfestellungen rasch an unsere Mitgliedsbetriebe weiter", so Siegert. Für alle berechtigten Waffenfachhändler stellt die Wirtschaftskammer Österreich, konkret das Bundesgremium Baustoff-, Eisen-, Hartwaren- und Holzhandel, seit Anfang des Jahres eine Autorisierungsurkunde zur Verfügung, die das Unternehmen als entsprechend qualifizierten Fachbetrieb ausweist. So überreichte Bundesobmann Dieter Funke an Robert Siegert stellvertretend für alle Waffenfachhändler eine ZWR-Autorisierungsurkunde für dessen Unternehmen Siegert GmbH & Co KG.
Funke und Siegert ziehen diese Zwischenbilanz anlässlich der Leitmesse "Die Hohe Jagd & Fischerei". Diese findet mittlerweile bereits zum 15. Mal statt, und zwar heuer von morgen, Donnerstag, 21. bis Sonntag 24. Februar 2013 im Messezentrum Salzburg. (JR)

Fotos stehen zum Download bereit unter:
http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&stid=636834&dstid=15
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