ÖGB-Foglar: SozialministerInnen in der EU höheren Stellenwert geben

Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar

Wien (OTS/ÖGB) - "Soziale Gerechtigkeit wird nicht funktionieren, wenn politische Eliten über die Köpfe der Menschen hinweg Politik machen", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar zum UNO-Welttag der sozialen Gerechtigkeit, der seit 2009 begangen wird. "Nur mit sozialem Dialog, mit Mitbestimmung, mit Einbindung aller Beteiligten, kann soziale Gerechtigkeit vorangetrieben werden."

"Für den ÖGB basiert soziale Gerechtigkeit auf den Elementen Chancengleichheit, Verteilungsgerechtigkeit, Mitbestimmung und soziale Sicherheit", so Foglar. "Leider sind wir weit davon entfernt, in manchen Ländern mehr, in anderen weniger. Unsere ewige Mission ist es daher, uns für Gerechtigkeit einzusetzen." Gewerkschaften weltweit würden das auf vielen verschiedenen Ebenen tun, "von der Vertretung der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und Dienststellen über das Verhandeln von Löhnen in den Branchen bis zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen durch unser Mitwirken beim Entstehen von Gesetzen und europäischen Richtlinien."

"Es können nicht länger die EU-Finanz- und WirtschaftsministerInnen bestimmende Kraft in der EU sein", so Foglar. "Wenn wir ein soziales Europa wollen, mit gut ausgebildeten jungen Menschen, mit guten Arbeitsplätzen, ausreichenden Einkommen und sozialem Frieden, dann müssen die europäischen SozialministerInnen den dafür nötigen Stellenwert bekommen."

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