BM Karl und die Minimallösung: ÖVP soll endlich aufhören, nur die Kirche zu vertreten

Wien (OTS) - Die Ankündigung BM Beatrix Karl, lediglich die Stiefkindadoption entsprechend dem jüngsten EGMR-Urteil neu regeln zu wollen, wird von der "Initiative Religion ist Privatsache" scharf kritisiert. "Als verlängerter Arm der Kirche scheint die ÖVP, nach wie vor alles unternehmen zu wollen, um die religiös motivierte Diskriminierung in Österreich so lange aufrecht zu halten wie nur möglich. Die ÖVP sollte aber das EGMR-Urteil als das verinnerlichen, was es ist: eine grundsätzliche Absage an jegliche Form der Benachteiligung", so Initiativevorstand Heinz Oberhummer, der eine grundlegende Reform des Familien- und Eherechts in Österreich, frei von religiösen Vorgaben, fordert. "Die Diskriminierung von Lesben und Schwule kann im 21. Jahrhundert nur mit Argumenten verteidigt werden, die entweder religiöser oder nationalsozialistischer Provenienz sind; Sachargumente gibt es nämlich keine" so Oberhummer, der die ÖVP auffordert "als Regierungspartei endlich Verantwortung zu Übernehmen und die nächste Niederlage Österreichs vor dem EGMR zu verhindern". Für Oberhummer ist die gleichgeschlechtliche Ehe "lediglich eine Frage der Zeit" und "jeder bewusste Versuch, diese durch eine verfassungswidrige Anlassgesetzgebung zu verzögern, eine Form des Amtsmissbrauchs".

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