Transporteure kritisieren verkehrspolitischen Unwillen zur Standortverbesserung

WKÖ-Herzer: Güterbeförderer fordern Verbesserung der Rahmenbedingungen

Wien (OTS/PWK069) - "Seriöse und nachhaltige Verkehrspolitik ist nicht nur das Forcieren der Eisenbahn zu Lasten der Straße, sondern die Verbesserung der Rahmenbedingungen für alle. Seit Jahren kämpfen die österreichischen Transporteure um die Verbesserung von Rahmenbedingungen, doch die Politik stellt sich in vielen Bereichen blind und taub", kritisiert Wolfgang Herzer, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die Transporteure zeigen in der Öffentlichkeit und in Gesprächen mit der Politik und Entscheidungsträgern immer wieder auf, wo Handlungsbedarf besteht und machen auf ihre Anliegen aufmerksam. Dabei geht es etwa um die steuerlichen Verluste, die dem Staat durch die erzwungene Abwanderung von Transportunternehmen entstehen oder eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Rahmenbedingungen für die österreichische Güterbeförderung verbessern würden, ohne Kosten für den Staat zu verursachen. Herzer verweist konkret etwa auf die Forderung der Abschaffung des Lkw-Nacht 60ers oder das längerfristige Abstellen eines Anhängers ohne Zugfahrzeug.

"Anstatt sich um die Umsetzung dieser Punkte zu bemühen, sollen den Transportunternehmen jedoch immer wieder neue Hürden und Belastungen auferlegt werden, so wie beim jüngsten Vorstoß zur Lkw-Mauterhöhung oder bei Verschärfungen von Vorschriften", so Herzer.

Die Transporteure fordern:

  • Die Abschaffung des Lkw-Nacht 60ers
  • Die Reduzierung der horrenden Mehrfachbestrafungen für Transportunternehmer
  • Die Möglichkeit des längerfristigen Abstellens von Anhängern ohne Zugfahrzeuge
  • Die Evaluierung und Aufhebung bestehender Fahrverbote
  • Den Stopp der jährlich automatischen Lkw-Mauterhöhungen im Rahmen der Inflationsanpassung

"Rund 11.000 österreichische Transporteure und Kleintransporteure garantieren mit rund 70.000 österreichischen Arbeitsplätzen schadstoffarmen und effizienten Transport für die Güter des täglichen Bedarfs. Die Branche leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag für den österreichischen Wirtschaftskreislauf. Der steigende Kostendruck, verschärfte Wettbewerbsbedingungen und immer neue Beschränkungen machen unseren Transporteuren ein wirtschaftliches Arbeiten immer schwieriger. Deshalb fordern wir die Politik mit Nachdruck auf, auf die Anforderungen unserer Branche einzugehen und ganzheitlich und nachhaltig im Sinne des Wirtschaftsstandortes Österreich zu agieren", so Herzer. (PM)

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Fachverband Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Peter-Michael Tropper
Telefon: 01 961 63 63 57
E-Mail: peter.tropper@dietransporteure.at
Internet: http://www.dietransporteure.at

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