CARE: Endlich leistet Österreich auch humanitäre Hilfe für Mali

Ministerrat beschließt 950.000 Euro Nothilfe / im Norden von Mali droht Hunger

Wien/Bamako (OTS) - "Wir freuen uns, dass die Bundesregierung endlich auf die Appelle von in der Region tätigen Hilfsorganisationen wie CARE reagiert hat und nicht nur Militärpersonal, Ärzte und Sanitäter für die EU-Mission nach Mali schickt, sondern auch Hilfe für die hungernde Bevölkerung", so CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager nach dem gestrigen Beschluss des Ministerrats, 950.000 Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für Nothilfe in Mali zur Verfügung zu stellen. Die Hilfsorganisation fordert erneut eine Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds von 5 auf mindestens 20 Millionen Euro. Zudem sollte die humanitäre Hilfe von einer politisch unabhängigen, zentralen Stelle koordiniert werden - derzeit sind mehrere Behörden und Ministerien für sie zuständig, was im Akutfall wertvolle Zeit und Menschenleben kosten kann.

In den letzten Tagen hat CARE in der Region um Timbuktu Nahrungsmittel an knapp 26.000 Menschen verteilt. Über eine halbe Millionen Menschen im Norden Malis leiden bereits jetzt unter Nahrungsmittelknappheit, weitere 1,2 Millionen sind nach Schätzungen des Welternährungsprogrammes davon bedroht. Die humanitäre Gemeinschaft befürchtet, dass sich der Hunger im Norden und in Teilen der Region Mopti in den nächsten Tagen und Wochen weiter verschärfen wird.

Die Berichte der Menschen, die aus dem Konfliktgebiet fliehen, zeichnen Bilder der Verzweiflung und der Angst. "Häufig fliehen Mütter alleine mit ihren Kindern, oder die Kleinsten müssen sich sogar ohne Eltern auf den Weg machen", berichtet Claudine Mensah Awute, Direktorin des CARE-Länderbüros in Mali. "Sie sind auf den guten Willen von Gastfamilien oder Verwandten angewiesen und auf unsere humanitäre Hilfe."

Seit Mitte Januar hat CARE knapp 670 Tonnen Nahrungsmittel an intern Vertriebene und Gastgemeinden verteilt, dazu erhielten 2.320 Familien Hilfsgüter wie Decken, Seife, Moskitonetze und Matratzen. In den kommenden sechs Monaten plant die Hilfsorganisation, insgesamt 200.000 Menschen mit Hilfsmaßnahmen zu erreichen.

Tipp: Gender matters! Humanitärer Kongress am 8. März / Universität Wien, siehe http://www.humanitaerer-kongress.at/

CARE-Spendenkonto PSK 1.236.000, BLZ 60.000

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