- 19.02.2013, 14:40:02
- /
- OTS0238 OTW0238
Greenpeace begrüßt Entscheidung des EU-Umweltausschusses zu "Backloading"
Wirtschaftskammer darf nicht nur Lobby der Steinkohlehändler sein
Utl.: Wirtschaftskammer darf nicht nur Lobby der Steinkohlehändler
sein =
Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßt die heutige
Entscheidung des Umweltausschusses im EU-Parlament, einen Teil der
CO2-Emissionszertifikate vom Markt zu nehmen. Zuletzt waren die
Zertifikatspreise auf ein so niedriges Niveau gesunken, dass die
"Verschmutzungsrechte" beinahe gratis zu erwerben waren. Hierdurch
wird die europäische Klimapolitik massiv unterwandert. Die
Verfeuerung von Steinkohle zum Beispiel ist so billig geworden, dass
bereits abgeschriebene Kohlekraftwerke jetzt wieder auf Hochtouren
laufen. Jetzt müssen EU-Parlament und irische Präsidentschaft sich
auf eine weitere Vorgangsweise einigen, bevor der Vorschlag zum
sogenannten "Backloading" tatsächlich umgesetzt werden kann. Jurrien
Westerhof, Energiesprecher bei Greenpeace, kommentiert dies wie
folgt:
"Diese notdürftige Reparatur des Emissionshandelssystems ist mehr als
notwendig, um zu vermeiden, dass die Klimapolitik völlig zum
Stillstand kommt. In weiterer Folge braucht es eine grundlegende
Reform, damit Klimaschutz zu einem echten Innovationsmotor werden
kann. Umso überflüssiger sind dabei die traditionellen Unkenrufe der
Wirtschaftskammer, die die abendländische Industrie mal wieder
bedroht sieht. Immerhin sollte die Wirtschaftskammer nicht nur die
Interessen der Steinkohlehändler vertreten, sondern auch jene der
ständig wachsenden Anzahl von Firmen im Bereich der erneuerbaren
Energien."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP






