Tamandl sieht nach Lebensmittelskandal Handlungsbedarf

ÖVP-Konsumentensprecherin unterstützt Vorschlag nach Reisepass für Lebensmittel

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die jüngsten Lebensmittelskandale verunsichern immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten und erfordern ernsthafte Konsequenzen, stellte heute, Dienstag, ÖVP-Konsumentensprecherin Abg. Gabriele Tamandl fest. "Jede Konsumentin und jeder Konsument muss sich sicher sein können, dass er bei seinem Lebensmittelkauf nicht irregeführt wird", bekräftigte die Abgeordnete die Forderung von Lebensminister Niki Berlakovich nach einem "Reisepass für Lebensmittel", der Ursprungsorte der Inhaltsstoffe anzeigt. Dieser Nahrungs-Reisepass soll auf dem Etikett angebracht werden. Produkte wie beispielsweise Milch, Eier, Fleisch, Fisch sollten in Zukunft ein besseres Begleitdokument - mit Angaben zu Ursprung, Tierart und Qualitätskriterien - haben. Es sei notwendig, die Sicherheit des Systems der Lebensmittelherstellung zu gewährleisten, so Tamandl weiter.

"Mit diesem so genannten Reisepass könnten Lebensmittel klar rückverfolgt werden, was zu mehr Sicherheit für die Konsumenten beiträgt", verwies Tamandl darauf, dass laut Europäischer Konsumentenorganisation die Herkunft für 77 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ein wichtiges Einkaufskriterium ist. "Österreichische Lebensmittel zeichnen sich durch gute Qualität aus. Die Konsumentinnen und Konsumenten greifen daher auch vermehrt zu regionalen Produkten, um Sicherheit über die Herkunft zu haben". Als wichtig in diesem Zusammenhang erachtet die Konsumentensprecherin zudem die "Macht des mündigen Konsumenten, der den verwirrenden und täuschenden Inhaltsstoffen von Lebensmitteln eine klare Absage erteilen kann".

Zur Forderung der Grünen Klubobfrau Eva Glawischnig nach einer Herkunftskennzeichnung für jedes Lebensmittel, so wie im Biobereich üblich, klärte die Abgeordnete auf: "Bei Bio gibt es zwar eine verpflichtende Herkunfts-Kennzeichnung mit der Unterscheidung "EU-Landwirtschaft" oder "Nicht-EU-Landwirtschaft", es müssen aber keine einzelnen Länder angeben werden - das ist freiwillig." Das EU-Bio-Zeichen, das seit 1. Juli 2010 auf Bio-Produkten verwendet werden muss, garantiert aber deren Bio-Qualität, schloss Tamandl, (Schluss)

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