Glawischnig: EGMR-Urteil bringt endlich Sicherheit für Kinder in schwulen und lesbischen Familien

Grüne beantragen Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare

Wien (OTS) - "Erleichtert" über das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) zeigt sich Eva Glawischnig, Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen. Der EGMR urteilte am Dienstag, dass die fehlende Möglichkeit einer Stiefkindadoption gleichgeschlechtliche Paare in Österreich im Vergleich zu unverheirateten heterosexuellen Paaren diskriminiert. "Das ist ein Schritt in Richtung europäische Normalität und bringt Sicherheit insbesondere für 'mitgebrachte' Kinder und Jugendliche in schwulen und lesbischen Beziehungen. Sie können gerade im schwierigen Fall des Todes eines leiblichen Elternteiles in der gewohnten Familie bleiben. Schwule und lesbische Paar haben damit endlich die Möglichkeit zu einem gleichberechtigten Familienleben", betont Glawischnig. Es sei jedenfalls eine gesetzliche Neuregelung notwendig.

Schreuder fordert Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare Grüne werden dementsprechenden Antrag im Nationalrat einbringen

"Das ist ein bemerkenswerter Entscheid", ergänzt Bundesrat Marco Schreuder, Bundessprecher der Grünen Andersrum. "In den letzten Tagen wurde auch in Österreich wieder das Ehe- und Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare diskutiert", erinnert Schreuder:
"Frauenministerin Heinisch-Hosek forderte wieder einmal die Gleichstellung, was die SPÖ immer fordert, obwohl sie seit Jahren in der Regierung sitzt. Die ÖVP sieht wieder einmal keinen Handlungsbedarf und will nicht einmal diskutieren. Diese Ideologie-Debatte auf den Rücken von Lesben und Schwulen ist unerträglich."

Schreuder fordert daher die Regierung auf ihre diesbezügliche Politik zu ändern. Zudem kündigt Justizsprecher Albert Steinhauser einen Antrag in der kommenden Nationalratssitzung an, in dem das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare beinhaltet sein wird.

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