- 19.02.2013, 11:51:06
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Greenpeace an Umweltausschuß: "Ja zu Schiefergasverbot"
Ablehnung von Frackingverbot wäre Affront gegen Weinviertel
Utl.: Ablehnung von Frackingverbot wäre Affront gegen Weinviertel =
Wien (OTS) - In der morgigen Sitzung des Umweltausschusses behandelt
der Nationalrat einen Antrag der Grünen zu einem Verbot für die
Förderung von Schiefergas. Obwohl im Weinviertel der Widerstand gegen
die Förderpläne der OMV sehr groß ist - eine Mehrheit von 62 Prozent
der Bevölkerung will Fracking verbieten - lehnt die Politik einen
solchen Beschluss bisher ab. Für Greenpeace ist das nicht akzeptabel.
"Nur ein Verbot der Förderung von Schiefergas kann den Menschen im
Weinviertel die Verunsicherung nehmen", so Greenpeace-Energiesprecher
Jurrien Westerhof.
Ende 2011 hat die OMV angekündigt, im nördlichen Weinviertel zwei
Versuchsprojekte für die Förderung von Schiefergas durchzuführen. Die
Folge war eine massive Widerstandswelle aus der Bevölkerung.
Daraufhin hat die OMV im Herbst 2012 mitgeteilt, das Projekt auf Eis
zu legen.
Im letzten Sommer wurde zwar eine verpflichtende
Umweltverträglichkeitsprüfung für die Schiefergasförderung
beschlossen, aber das Vertrauen in das UVP-Verfahren ist in
Niederösterreich nicht sehr groß. Zusätzlich haben seismische
Untersuchungen und andere Aktivitäten der OMV in den vergangenen
Monaten im Weinviertel zu massiver Unsicherheit in der Bevölkerung
geführt.
"Weder in die OMV noch in das UVP-Verfahren wird seitens der
Bevölkerung Vertrauen gesetzt - schon gar nicht, um die
Schiefergasförderung ein für allemal zu stoppen", erklärt Westerhof.
""Ganz im Gegenteil - die Erfahrung zeigt, dass sich in den meisten
Fällen die wirtschaftlichen Interessen durchsetzen. Die OMV hat genug
Einfluss, das UVP-Verfahren für sich zu entscheiden und sich damit
das offizielle █Öko-OK█ zu holen."
Greenpeace fordert daher ein klares Verbot für die
Schiefergasförderung. Denn das Fracking-Verfahren bedeutet immer eine
Bedrohung für Boden, Wasser und Atmosphäre. Außerdem steht die
Absicht, sich noch weiter abhängig von fossilem Gas zu machen, in
krassem Gegensatz zu den Bemühungen, endlich unabhängig von eben
diesen fossilen Energien zu werden.
"Die Parteien - allen voran ÖVP und SPÖ - müssen sich jetzt
entscheiden: hören sie auf die Bevölkerung, die ganz klar
mehrheitlich ein Verbot will? Oder stellen sie die OMV-Interessen in
den Vordergrund, und lehnen den Verbotsantrag ab?" fragt Westerhof.
"Eine Ablehnung oder Vertagung des Antrags wäre ein Kniefall vor den
Interessen der Öl- und Gasindustrie - auf Kosten der Menschen im
Weinviertel, die sich eine saubere Umwelt und saubere Energie
wünschen. Die Politiker müssen sich jetzt entscheiden, auf wessen
Seite sie stehen!"
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