FPÖ-Obermayr zum Pferdefleischskandal: EU-Maßnahmen nicht weitreichend genug

Es braucht lückenlose Nachweisbarkeit der Produktionsketten und Herkunftsorte

Wien (OTS) - "Die von Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg vorgeschlagenen DNA-Tests sind ein wichtiger Schritt, aber nicht weitreichend genug. Abgesehen davon, dass DNA-Tests dauerhaft eingeführt werden sollten und nicht nur vor dem Hintergrund des aktuellen Skandals, braucht es endlich eine lückenlose Transparenz der Produktionsketten und Herkunftsorte, insbesondere bei Fertigprodukten und anderen verarbeiteten Lebensmitteln", verlangt der freiheitliche Europaabgeordnete Mag. Franz Obermayr.

Denn eine andere Fleischart zu verwenden, als die auf dem Produkt angegebene, sei kein Kavaliersdelikt, wie die Industrie nun gerne beschwichtige, sondern ein regelrechter Betrug am Konsumenten. Wenn zudem im Fleisch Medikamenten-Rückstände wie Phenylbutazon festgestellt werden, handle es sich um ein Verbrechen gegen die körperliche Unversehrtheit der Verbraucher.

"In einem Binnenmarkt mit freiem Warenverkehr ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit vom Verkauf des Tieres über die Zwischenhändler, bis hin zur Schlachtung unabdingbar, um die Verantwortlichen im Betrugsfall straf- und zivilrechtlich belangen zu können", so Obermayr, der schließt: "Wenn die Handelsketten Produkte unter ihrem eigenen Namen verkaufen, müssen diese auch für deren Qualität und Rechtskonformität einstehen. Speziell unter die Lupe nehmen sollte die EU in der Werbung angepriesene Billigst-Produkte, weil sich hier die Frage aufdrängt, wie so ein Preis überhaupt zustande kommen kann."

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