FPÖ-Obermayr: Niedrigere EU-Hürden für Humanversuche mit Arzneimitteln sind strikt abzulehnen

Nein zu Menschenversuchen light!

Wien (OTS) - Empört zeigt sich der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Franz Obermayr über die jüngsten Absichten der EU, Arzneimittelversuche am Menschen zu erleichtern. "Still und heimlich soll z.B. die unabhängige Ethikkommission abgeschafft werden. Gerade in Spitälern werden oft Patienten zu Untersuchungen herangezogen, ohne wirklich abschätzen zu können, woran sie sich da gerade beteiligen. Hier könnten auf Hilfe hoffende Menschen allzu leicht zu Labor-Meerschweinchen degradiert werden. Offenbar sind der Pharmaindustrie, die Milliarden an Förderungen erhält, die Kosten und Auflagen für die derzeitigen Probanden ihrer Versuchsreihen, zu hoch."

Als bedenklich sieht Obermayr zudem, dass den Pharmaunternehmen die Möglichkeit eröffnet werden soll, künftig 'Wunschländer' vorschlagen zu können, in welchen eine bestimmte Zulassung beantragt werden soll. Dies bedeute, dass einzelne Mitgliedsstaaten künftig Nutzen und Wirkung eines Tests an Menschen bewerten und diese mit Wirkung für die übrigen EU-Mitglieder zulassen könnten.

"Wenn die Standards bei der Arzneimittelforschung an Menschen aufgeweicht werden, öffnet die EU die Büchse der Pandora, indem sie den sehnlichsten Wunsch der Pharmaindustrie erfüllt, den uneingeschränkten Zugriff auf den Menschen. Solche Regelungen einmal auf Schiene, gibt es kein Zurück mehr. Ich schließe mich der Empörung von Medizinern und Ethikern an und trete entschieden gegen derartige Eingriffe in die menschliche Integrität ein", so Obermayr abschließend.

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