Asylsuchende - Recht auf Arbeit und menschenwürdige Behandlung

Politische PsychotherapeutInnen im ÖBVP unterstützen Wiener Refugee-Protestbewegung

Wien (OTS) - In Österreich leben Schätzungen zufolge 60 000 - 80 000 Menschen mit Fluchthintergrund. Viele davon haben hier schon seit langem eine neue Existenz aufgebaut. Aktuell warten etwa 22.000 Menschen, die einen Asylantrag gestellt haben, auf die Entscheidung, ob sie in Österreich bleiben können. Manchmal dauert diese Entscheidung viele Jahre.

Umdenken und Mitgefühl gefordert

Die Geflüchteten in der Votivkirche übernehmen Verantwortung für das eigene Schicksal, sie setzen sich für die Einhaltung der Menschenrechte, für Mitbestimmung und für Begegnung auf Augenhöhe ein. Eine Gesellschaft, die für sich in Anspruch nimmt, human und nicht menschenverachtend zu sein, muss diese Anliegen unterstützen!

Psychisches Gesundheits-Hochrisiko Flucht

Menschen, die geflüchtet sind, befinden sich in einer Ausnahmesituation: Sie haben ihre Heimat verlassen, Beruf, Existenz und Familie zurückgelassen, Verfolgung und Flucht erlebt, oft auch Angehörige verloren. Sie benötigen Schutz und Unterstützung und die Anerkennung ihrer Menschenrechte, um sich ein neues Leben aufbauen zu können. Viele leiden an Traumafolgestörunge, an Depressionen, Ängsten und psychosomatischen Erkrankungen.

Recht auf Arbeit und Ausbildung sichert menschenwürdiges Leben

Die Bereitstellung von Unterkunft, Verpflegung und medizinischer Betreuung sichert das Überleben. Psychosoziale Gesundheit erfordert aber mehr als das: Die Möglichkeit zu arbeiten und sich durch faire Arbeit selbst zu erhalten, das Recht, eine Ausbildung zu machen, die Pflege sozialer Beziehungen zu Angehörigen und zu Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft sowie die Möglichkeiten zum Erlernen der Sprache. Menschen, die jahrelang keine Chance auf ein menschenwürdiges, sinnerfülltes Leben sehen und in erzwungener Untätigkeit abwarten müssen, tragen ein hohes Risiko, psychisch zu erkranken. Asylsuchende und Flüchtlinge bringen nicht nur ihre Fluchtgeschichte mit, sondern auch vielfältige Ressourcen, z. B. in Form von Bildungsabschlüssen, Sprachkenntnissen, unterschiedlichen Kompetenzen und Lebenserfahrungen.

Anerkennung und Miteinander hilft uns allen

Aus psychotherapeutischer Sicht ist es für eine humanistisch orientierte Gesellschaft unverzichtbar, die Inklusion aller im Land lebenden Menschen anzustreben. Damit werden Marginalisierung und Ausgrenzung, Armut und Bildungsbenachteiligung, erhöhte Gesundheitsrisiken und ungünstigen Rahmenbedingungen für das Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen vermieden. Menschenverachtendem Gedankengut verschiedenster Richtungen wird der Nährboden entzogen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Barbara Zsivkovits, Presse & PR ÖBVP
T: 01/512 70 90.23, E: oebvp.zsivkovits@psychotherapie.at

Irmgard Demirol, Politische PsychotherapeutInnen im ÖBVP
T: 0650/7644489, E: irmgard.demirol@web.de

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