GRÜNE-Holub: Antrag auf Überprüfung des KELAG-Anteilsverkaufs durch die Europäische Kommission

KELAG-Anteile könnten laut Grünen weit unter Wert verkauft worden sein, daher wird Beschwerde bei Europäischer Kommission eingelegt.

Klagenfurt (OTS) - Eine Überprüfung des KELAG-Anteilsverkaufs an die RWE durch die Europäische Kommission kündigte Grünen-Landtagsabgeordneter und Spitzenkandidat Rolf Holub heute in einer Pressekonferenz an: "Wir haben uns nicht, wie alle anderen Parteien, mit diesem intransparenten Ausverkauf durch Dobernig abgefunden. Für uns stellt sich die berechtigte Frage, ob die KELAG-Anteile unter Wert verkauft worden sind. 70 Millionen Euro zuwenig stehen im Raum, die Kärnten durch eine falsche Bemessung des Unternehmenswerts der KELAG entgangen sein könnten", so Holub.

Das Gutachten der "Ernst & Young Corporate Finance GmbH", das von einem Unternehmenswert von 1,75 Milliarden Euro ausgeht, steht im Widerspruch zu weiteren bereits in der Öffentlichkeit kolportierten Unternehmenswertangaben (zB Wirtschaftsblatt vom 10.10.2012). Die Wertberechnung variiert aber eklatant. Diese Diskrepanz von rund einer Milliarde (!) Euro im Unternehmenswert verursacht bei Holub starken Zweifel: "Unserer Ansicht nach ist der Wert der KELAG weitaus höher anzusetzen. Experten sprechen von einem unteren Unternehmenswert von 2,6 Milliarden Euro zum Zeitpunkt des Anteilsverkaufs", stellt Holub klar.

Die Grünen berufen sich in ihrer Beschwerde daher auf eine mutmaßlich rechtswidrige staatliche Beihilfe: "Der Verkauf der KELAG-Anteile durch die KEH ist zu einem vermutlich nicht marktkonformen Preis abgeschlossen worden. Das Land Kärnten und damit alle Kärntnerinnen und Kärntner könnten somit als Anteilseigentümer der KEH geschädigt worden sein. Daher werden wir diesen Fall vor die Europäische Kommission bringen", kündigt Holub an.

"Die Art und Weise, wie man in Kärnten in einem Alleingang Familiensilber verkaufen kann, zeigt, dass das politische System in Kärnten krankt. Bei dem Verkauf der KELAG-Anteile herrschte völlige Intransparenz. Der Verkauf wurde von Dobernig im Hinterzimmmer durchgezogen. Der Kärntner Landtag wurde mit dieser Causa nicht befasst. In Zukunft müssen solche Geschäfte mit absoluter Transparenz und Information der Bevölkerung und mit Beschluss des Landtages ablaufen. Dafür werden sich die Grünen bei einer Regierungsbeteiligung massiv einsetzen", fordert Holub abschließend.

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