"kreuz und quer" am 19. Februar: "Essen ohne Tiere" und "Die Farm der Tiere"

Wien (OTS) - "kreuz und quer" - präsentiert von Doris Appel - zeigt am Dienstag, dem 19. Februar 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Dokumentation "Essen ohne Tiere", in der Bert Ehgartner das Leben von Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, begleitet und das Phänomen des Vegetarismus aus philosophisch-religiöser, historischer und soziokultureller Sicht beschreibt. Um 23.05 Uhr folgt der Film "Die Farm der Tiere" von Kurt Langbein und Florian Kröppel, der dokumentiert, was die moderne Forschung in den vergangenen Jahren über die Intelligenz der Tiere herausgefunden hat.

"Essen ohne Tiere" - Ein Film von Bert Ehgartner

Für David Richter ist es klar, dass Tiere eine Seele haben und nicht getötet werden dürfen. Seit Jahren lebt er mit seiner Familie vegan -verzichtet also nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf tierische Produkte wie Eier oder Milch. "Töten ist töten - auch in einer artgerechten Tierhaltung!" Für Monika Knotzer-Track, die eine Schar Hühner hält, "weil ich so gern backe und Eier brauche", stellt sich das Problem, als die überzähligen Hähne zur Schlachtung anstehen. "Für mich war es klar, wenn ich es nicht schaffe, die Tiere zu töten, werde ich Vegetarierin."

Laut Statistik Austria ernähren sich 1,4 Prozent der Männer und 3,9 Prozent der Frauen dauerhaft vegetarisch. Eine strenge vegane Diät, die auch auf tierische Produkte wie Milch oder Eier verzichtet, halten 0,2 Prozent ein. Etwa die Hälfte der Bevölkerung gibt an, Mischkost mit wenig Fleisch zu essen. Als "vorwiegend vegetarisch" -mit individuellen Ausnahmen wie z. B. dem erlaubten Konsum von Fisch oder dem Sonntag als einzigem Fleischtag in der Woche - bezeichnen neun Prozent der Bevölkerung als ihren Ernährungsstil.

"Essen ohne Fleisch" beschreibt das Phänomen des Vegetarismus aus philosophisch-religiöser, historischer und soziokultureller Sicht sowie die verschiedenen Ausformungen und Motive für vegetarische Ernährung. Als filmische Rahmenhandlung dient ein Abendessen des Kräuterpfarrers Benedikt Felsinger mit Anita Sahni, der Präsidentin der Hindu-Mandir-Gesellschaft, der größten hinduistischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Die verschiedenen Speisen bieten Gesprächsstoff für religiös motivierte Ernährungs-Gebote. Etwa die Einstufung von Fisch als Fastenspeise, die nicht dem Fleischverbot unterliegt, so als wäre es "Wassergemüse". Im Hinduismus, einer der wenigen Religionen, die weitgehend strengen Vegetarismus praktiziert, gilt Fleischnahrung als Hindernis auf dem Weg zum Nirvana.

Die Farm der Tiere - Ein Film von Kurt Langbein und Florian Kröppel

Schimpansen erweisen sich beim Gebrauch von einfachen Werkzeugen Kleinkindern zumindest ebenbürtig, Krähen basteln in wenigen Sekunden Werkzeuge, die sie zuvor noch nie gesehen haben, Hunde können Hunderte Begriffe Gegenständen zuordnen, und der Gesang der Buckelwale weist zahlreiche Ähnlichkeiten mit der menschlichen Sprache auf. "Farm der Tiere" zeigt, welche enorme kognitive, kreative und kommunikative Leistungen Tiere erbringen können. "Die Grenze zwischen Mensch und Tier wird laufend verschoben", beschreibt Christophe Boesch vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie die Entwicklung in der Erforschung der tierischen Fähigkeiten, "und wir wissen nicht, wie weit das noch gehen wird." Schon jetzt ist der Einfluss der Forschung auf das Bild von Mensch und Tier enorm. Manche scheinbar unumstößliche Regel der Evolution muss neu geschrieben werden: Boesch etwa hat nachgewiesen, dass männliche Affen weibliche Waisen adoptieren - ganz ohne Nutzen für die Verbreitung ihrer Gene, aus Mitgefühl.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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