Industrie: Jugend für naturwissenschaftliche und technische Fächer begeistern - IV legt neues Schulunterrichts-Konzept vor

IV-GS Neumayer: Fachkräfte fehlen vor allem im Bereich der MINT-Fächer- Jugend für Lehrinhalte begeistern - IV erneut Impulsgeberin auf dem Weg zu einer "Schule von morgen"

Wien (OTS/PdI) - "Wir sind überzeugt, dass in der Frühförderung von MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik - und in einem spannenden, lebensnahen und sinnstiftenden Unterricht das größte Potenzial für mehr Begeisterung unserer Jugend für technische Berufsbilder und Technikverständnis insgesamt liegt. Gleichzeitig wissen wir, dass heute nur eine Minderheit der Kinder in den Genuss eines solchen Unterrichts kommt. Dies wollen wir mit einem innovativen und kreativen Konzept ändern", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer anlässlich der Präsentation des Unterrichtsrahmenkonzeptes "MINT 2020 - Der Unterricht von morgen" im Wiener Haus der Industrie heute, Montag. In enger Zusammenarbeit mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat die IV das Unterrichtsrahmenkonzept "MINT 2020" entwickelt, das sich als "Wegbereiter zu einem Unterricht der Zukunft" versteht. "Dass uns Fachkräfte vor allem im Bereich der MINT-Fächer fehlen ist ein Faktum und das liegt vielfach auch daran, dass sich unsere Jugend für diese Inhalte noch zu wenig interessiert. Es liegt an uns, sie dafür zu begeistern", sagte der IV-Generalsekretär. Bis 2020 wird es rund 30.000 zusätzliche Jobs für Ingenieurinnen und Ingenieure in Österreich geben.

Nachwuchs in MINT-Fächern sicherstellen - auch aus gesellschafts- und demokratiepolitischer Sicht

Wenn Österreich auch künftig auf dem globalen Markt mithalten und seine Wettbewerbsfähigkeit und damit seinen Wohlstand ausbauen wolle, brauche es die Sicherstellung des Nachwuchses in den MINT-Fächern. "Arbeitsplätze gibt es mehr als genug - was Österreich fehlt, ist qualifiziertes und gut ausgebildetes Personal. Für jeden 5. bis 6. neu ausgeschriebenen MINT-Job gibt es keine Bewerberinnen oder Bewerber", betonte der IV-Generalsekretär. Trotz vieler Maßnahmen und Bemühungen von öffentlicher wie auch privater Seite in den vergangenen Jahren Österreichs Jugend für MINT zu begeistern, falle die Entscheidung viel zu selten für entsprechende Bildungswege, Studienrichtungen und Berufe aus. Damit würden aber nicht nur "enorme Karrierechancen" ungenützt bleiben, auch in gesellschaftlicher und demokratiepolitischer Hinsicht würden MINT-Wissen und die damit einhergehende Technikmündigkeit zu den entscheidenden Schlüsselkompetenzen zählen, um sich in einer immer rascher verändernden Welt zurechtzufinden. "Daher können und dürfen wir fehlendes MINT-Interesse unserer Kinder nicht einfach so hinnehmen. Weder als Industrie, noch als Politik, noch als Gesellschaft", so Neumayer.

Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt - Neue Unterrichtsfächer einführen

Die IV setze mit "MINT 2020" ihr strategisches Engagement im Bildungsbereich fort. Das Konzept zeige auf, wie schulischer Regelunterricht beschaffen sein muss, um Begeisterung der Jugend für MINT zu entfalten und diese über die gesamte Schullaufbahn zu erhalten. "Im Mittelpunkt des Konzepts steht nicht das Schulsystem, sondern stehen zu aller erst die Schülerinnen und Schüler, deren persönliche Lernwelten und Wege zur bestmöglichen Entfaltung von Talenten", so der IV-Generalsekretär. Dafür würden in "MINT 2020" "pädagogische State-of-the-Art Methoden zum Einsatz kommen, welche durch neue innovative Elemente der Unterrichtsgestaltung ergänzt würden, wie zum Beispiel neue Unterrichtsfächer, Innovationstage oder MINT-Wochen", so Neumayer. Entscheidend sei, dass sich die Schule von morgen bewusst auch nach außen öffne - auch in Richtung Industrie.

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