VP-Leeb ad Brandsteidl: Stadtschulrat als Palast statt Geld für Wiener Schulen?

Wien (OTS) - Erst 2001 (!) übersiedelte der Wiener Stadtschulrat in ein vollständig renoviertes Gebäude in der Wipplingerstraße im ersten Bezirk. Nun soll wie Medien berichten, dieser Standort für 600.000 Euro erneut umgebaut werden. Mit einem neuen Kundenzentrum will der Stadtschulrat für Wien sein Service für die rund 220.000 Wiener Schüler, ihre Eltern sowie die 22.800 Lehrer deutlich verbessern, ist zu lesen. Diese Aussage Brandsteidls ist in Anbetracht der herrschenden baulichen Zustände an vielen Wiener Schulen wohl nur mehr als vollständige Abgehobenheit und Realitätsferne zu bezeichnen. "Denn es ist Wien, wo tausende Schülern seit über 40 (!) Jahren in Containern unterrichtet werden. Es ist Wien, wo in vielen Schulen den Schülern sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fällt. Es ist Wien, wo viele Eltern, Lehrer und Schüler ihr Arbeitsumfeld in Eigenregie und auf eigene Kosten brauchbar machen müssen, indem sie Klassenzimmer selbst ausmalen oder fehlende Lehrmittel selbst zukaufen" so die Bildungssprecherin der Wiener ÖVP, LAbg. Isabella Leeb, heute in einer ersten Reaktion.

Wien wächst und wird es sich nicht leisten können, auf Zukunftsinvestitionen besonders im Bildungsbereich zu verzichten. Zu klären ist aber die Frage, was denn da wohl dazu gehört, so Leeb. Und so listig uns Frau Brandsteidl ihre Umbaupläne auch zu verkaufen versucht, ein neues Kundenzentrum für den Stadtschulrat für 600.000 Euro gehört nicht dazu. Wichtiger sind neue Schulplätze und ein Lebens- und Arbeitsumfeld für Schüler und Lehrer, das überhaupt als solches zu bezeichnen ist.

Die Sozialdemokraten sind schon lange von ihren Prinzipien und Werten abgekommen, das zeigt dieses Beispiel eindrucksvoll. Denn mittlerweile werden Paläste für den Stadtschulrat errichtet anstatt Geld in die Zukunft der Kinder zu investieren, so Leeb abschließend, die Bürgermeister Häupl auffordert, seine Stadtschulratspräsidentin im Sinne eines verantwortungsvollen Steuermitteleinsatzes zurückzupfeifen und weitere parlamentarische Mittel ankündigt, dieses Vorhaben noch zu verhindern.

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