FPÖ-Mölzer: Zypern beweist, dass Euro-Krise noch lange nicht ausgestanden ist

Sparen allein wird nicht ausreichen, auch Russland wird angemessenen Beitrag leisten müssen - Nach deutscher Wahl werden Europäer bittere Wahrheit über Euro-Krise erfahren

Wien (OTS) - Als positiv bezeichnete der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, das Ergebnis der gestrigen ersten Runde der Präsidentenwahl in Zypern. "Nikos Anastasiades von den Konservativen hat die besten Chancen, dem kommunistischen Amtsinhaber Dimitris Christofias nachzufolgen. Damit wird in Nikosia hoffentlich bald eine vernünftige Wirtschaftspolitik Einzug halten", hielt Mölzer fest.

Allerdings wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass das am Rande der Pleite stehende Euro-Mitglied Zypern mit einem strikten Sparkurs allein die Krise nicht bewältigen werde können. "Wie in anderen finanziell angeschlagenen Euro-Ländern handelt es in Zypern nicht nur um eine Schulden-, sondern vor allem um eine Bankenkrise. Und weil die zypriotischen Banken zu einem Gutteil als Waschanlagen für Gelder russischer Oligarchen dienen, ist von Moskau ein angemessener Beitrag zur Zypern-Rettung zu verlangen", stellte Mölzer klar.

Außerdem beweise Zypern, so der freiheitliche Europaabgeordnete, dass entgegen der Schönrednerei in Brüssel die Euro-Krise noch lange nicht ausgestanden sei. "Die Lage in Spanien und in Italien ist weiterhin angespannt, so dass mit gewaltigen Rettungspaketen für diese beiden Länder zu rechnen ist. Während das EU-Establishment derzeit noch beschwichtigt, wird sich das nach der deutschen Bundestagswahl im Herbst schlagartig ändern. Dann werden die Europäer mit der bitteren Wahrheit konfrontiert werden", schloss Mölzer.

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