Kardinal Schönborn unterstützt EU-Bürgerinitiative "One of us"

Embryonenschutz-Petition mit prominenter Beteiligung aus Kirche und Gesellschaft

Wien, 16.02.13 (KAP) Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft, darunter Kardinal Christoph Schönborn, haben ihre Unterstützung für die laufende EU-Bürgerinitiative für Embryonenschutz bekundet. Bei der Initiative "One of us" (Eine/r von uns) gehe es, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz, "um die Anerkennung und den gesetzlichen Schutz des menschlichen Lebens, also um ein elementares, vernunftbegabtes Menschenrecht. Es ist daher an der Zeit, ein deutliches Ja zum unbedingten Respekt vor der Würde des Menschen zu setzen", begründete der Kardinal.

Zu den ersten Unterstützern aus der Politik gehört die frühere Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Die EU solle statt embryonaler Stammzellforschung "nur ethisch vertretbare Forschung mit adulten Stammzellen fördern", wie dies Österreich bereits praktiziere, so Gehrer. ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg lobte an der Petition das "klare Bekenntnis zum Schutz allen menschlichen Lebens zu jedem Zeitpunkt".

Helmut Kukacka, Präsident der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände, begründete seine Unterstützung damit, dass "menschliches Handeln ethische Grenzen" brauche; für diese wiederum sei Bewusstseinsbildung nötig. Gerda Schaffelhofer, Präsidentin der Katholischen Aktion, betont: "Lebensbeginn und Lebensende zeigen die Handschrift des Schöpfers. Da sollten wir Menschen nicht korrigierend eingreifen". Klare Grenzen für die Produktion von Embryonen zu Forschungszwecken forderte indes Alfred Trendl, Präsident des katholischen Familienverbandes.

EU-weit eine Million Unterschriften benötigt die Bürgerinitiative, damit sich die Europäische Kommission mit ihrem Anliegen beschäftigt. Dieses betrifft den "rechtlichen Schutz der Würde, des Rechts auf Leben und der Unversehrtheit jeder menschlichen Person vom Zeitpunkt der Empfängnis an". Organisiert wird die EU-Bürgerinitiative in Österreich von einem Zusammenschluss von über 40 überkonfessionellen und überparteilichen Organisationen, die in der "Lebenskonferenz" (www.lebenskonferenz.at) zusammengeschlossen sind. Die Initiatoren wollen bis zum Petitionsende am 10. Mai zumindest jene 14.700 Unterschriften Online und auf gedruckten Listen sammeln, ab denen Österreich offiziell als Unterstützerland gilt.

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