Neues Volksblatt: "Schuldenrucksack" von Markus EBERT

Ausgabe vom 16. Februar 2013

Linz (OTS) - "Wie sicher sind unsere Pensionen?" wollten die Schüler in Dachsberg wissen. Man könnte die Frage auch so stellen: "Was muss man tun, um die Pensionen künftiger Generationen zu sichern?"
Die Antworten auf beide Fragen kreisen um einen Punkt: Hohe Staatsschulden sind auch eine Gefahr für die Pensionen - wie ein Blick in die Euro-Krisenländer zeigt. Ob Griechenland oder Spanien, im Kampf gegen die Schuldenkrise gab es selbst für jene, die ohnehin nicht viel hatten, keine Schonung.
Gestern kurz nach 16 Uhr war jeder Österreicher vom Neugeborenen bis zum Greis mit fast 31.000 Euro verschuldet; alleine an Zinsen muss jeder Erwerbstätige 1097 Euro im Jahr blechen.
Wer also fragt, wie sicher die Pensionen sind, muss auch fragen: Was macht ihr gegen den Schuldenberg?
Österreich hat darauf eine Antwort mit dem Stabilitätspakt gefunden, bis 2016 müssen die öffentlichen Haushalte ausgeglichen erstellt werden, es gibt kein Dolce Vita mehr auf Pump.
Lediglich an der Steuerschraube zu drehen ist kein Ausweg, denn die Mehreinnahmen gehen ja nicht in die Schuldenbekämpfung. Es geht nur über strukturelle Maßnahmen, über Kostensenkungen und auch über das Hinterfragen gewisser Ausgaben. Österreich ist reich, gesicherte Pensionen für die Jugend von heute sollten als kein Problem sein -vorausgesetzt, der Schuldenrucksack wird abgelegt.

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