Pferdefleisch in Fertiggerichten: Österreichische Lebensmittelhersteller verurteilen Falschdeklaration

Verstärkte Kontrollen gegen Verbrauchertäuschung zu begrüßen

Wien (OTS/PWK063) - Der aktuell bekannt gewordene Fund von Pferdefleischanteilen in Fertiggerichten, bei denen auf der Verpackung als Zutat ausschließlich Rindfleisch deklariert war, steht derzeit im Mittelpunkt des medialen Interesses. In diesem Zusammenhang weist der Fachverband der Lebensmittelindustrie darauf hin, dass es sich hierbei um einen klaren Fall einer Falschdeklaration und damit einer Verbrauchertäuschung handelt. Es muss unverzüglich aufgeklärt werden, an welcher Stelle der Lieferkette es zu der unrechtmäßigen Umdeklarierung von Pferdefleisch auf Rindfleisch gekommen ist.

"Wenn Pferdefleisch als Zutat in Lebensmitteln verwendet wird, ist daran nichts auszusetzen. Aber es muss auch klar und ausdrücklich gekennzeichnet werden! Dafür, dass Lebensmittel gesetzeskonform gekennzeichnet werden, setzen wir uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln ein", erklärt Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie. "Tatsache ist: Österreich verfügt über strenge Lebensmittelgesetze und ein engmaschiges, gut funktionierendes Kontrollsystem. Dieses sorgt dafür, dass heimische Lebensmittel sicher und von höchster Qualität sind. Generell ist uns wichtig, dass der Wert von Lebensmitteln - und nicht alleine der Preis - in der öffentlichen Diskussion ebenso wie bei der Kaufentscheidung der Konsumentinnen und Konsumenten wieder verstärkt in den Mittelpunkt rückt", betont Koßdorff.

Die österreichischen Produzenten begrüßen die aktuell vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegebenen Sonderkontrollaktionen, im Rahmen derer in allen Bundesländern von der zuständigen Lebensmittelaufsicht Proben im Einzelhandel gezogen wurden. "Es ist nicht akzeptabel, dass einzelne Wirtschaftsteilnehmer sich nicht an die strengen Gesetze halten und so die gesamte Lebensmittelbranche in Verruf bringen", so Koßdorff weiter.

Deshalb befürwortet der Fachverband der Lebensmittelindustrie die behördlichen Maßnahmen zur zügigen Ermittlung der Ursachen, wie und wo in der Lieferkette es zur unrechtmäßigen Umdeklarierung von Pferdefleisch auf Rindfleisch gekommen ist. "Zum Schutz ihrer Marken und zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit liegt es im eigenen Interesse der österreichischen Lebensmittelhersteller, die Qualität und Sicherheit ihrer Rohstoffe weiterhin sicher zu stellen", so Koßdorff abschließend. (US)

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