Linzer Stadtwache: Nur "echte" PolizistInnen gewährleisten ausreichenden Schutz und Sicherheit

SPÖ-Polizeisprecher Hermann Krenn: "Ein Ordnungsdienst kann geschulte PolizeibeamtInnen keinesfalls ersetzen!"

Linz (OTS) - SPÖ-Polizeisprecher Hermann Krenn sieht mit dem veröffentlichten "Geheimbericht" zum Linzer Ordnungsdienst die Kritik seiner Partei bestätigt: "Es liegt klar auf der Hand, dass MitarbeiterInnen sogenannter Stadtwachen mit nur kurzer, oberflächlicher Schulung, ihren Dienst nicht in der selben Qualität wie ausgebildete PolizistInnen leisten können. Der Anlassfall in unserer Landeshauptstadt müsste ÖVP und FPÖ eigentlich zum Umdenken bei ihren Forderungen nach verstärktem Einsatz von Ordnungsdiensten bringen". Aus Sicht der SPÖ eignen sich einzig und allein professionell ausgebildete PolizistInnen für die Erbringung öffentlicher Sicherheitsdienstleistungen.

Für Krenn belegt der "Geheimbericht" zum Linzer Ordnungsdienst schwarz auf weiß, dass Stadtwachen die falschen Instrumente zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit sind. "Abgesehen von der geringeren Kompetenz kommen auch noch die große Unterschiede bei der Ausbildung des Personals dazu. Während Stadtwachebedienstete nur eine 17-tägige Schulung erhalten, legen Polizisten eine umfassende zweijährige Ausbildung mit Prüfungen an der Polizeischule ab", gibt Krenn zu bedenken.

"Konservative und Freiheitliche reden aus wahltaktischen Gründen eine Sicherheitslücke herbei, die so nicht besteht, beziehungsweise mit einem Ordnungsdienst auch gar nicht gelöst werden könnte", so Krenn. Er warnt vor den Anregungen der beiden Parteien, Ordnungsdiensten noch weitere Aufgaben der Polizei zu übertragen: "Dadurch werden keine Probleme gelöst, sondern womöglich sogar neue geschaffen, weil Stadtwachen für die entstehenden Konfliktsituationen nicht ausgebildet sind."

"Wenn in einer Gemeinde oder Stadt der Bedarf nach mehr Polizei vorhanden ist, sind Ordnungsdienste ganz sicher keine Alternativen. Innenministerin Mikl-Leitner ist in solchen Fällen gefordert, die notwendigen Mittel bei der Polizei bereitzustellen. Unter der Kürzungspolitik von Schwarz-Blau wurde Personal reduziert. Es ist zynisch, wenn diese Parteien nun Ordnungsdiensten als Ersatz das Wort reden, die kaum Ausbildung und Handhabe besitzen und im Übrigen von den Kommunen zu tragen sind", stellt Krenn fest.

Rückfragen & Kontakt:

Armin Schusterbauer
Referent
SPÖ-Landtagsklub
4021 Linz - Landhausplatz 1
Tel.: (+43 664) 600 72 - 117 45
armin.schusterbauer@ooe.gv.at
www.spoe-klub-ooe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SLO0001