Matznetter: Millionärssteuer bringt Spielraum für Entlastung des Faktors Arbeit

Leitl präsentiert sich trotz zu hoher Besteuerung auf Arbeit als Millionäre-Schutzengel

Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter ist es bedauerlich, dass sich Wirtschaftsbundobmann Christoph Leitl trotz des Stöhnens der Kleinst- und Einpersonenunternehmen über zu hohe Steuern bei den Selbstständigen und Unselbstständigen weiter als "Millionäre-Schutzengel" präsentiert. Auf diesen Unternehmen ruht unsere Hoffnung auf Wirtschaftswachstum und Jobcreation, erinnert der SPÖ-Wirtschaftssprecher. "Gerade eine Erbschaftssteuer für Erbanfälle über eine Million Euro gäbe den Spielraum für eine Entlastung des Faktors Arbeit bei den wirklichen Leistungsträgern. Das sind die Millionen Unternehmer, Angestellte und Arbeiter, die durch ihren Arbeitseinsatz die Wirtschaft am Laufen halten", macht Matznetter deutlich. ****

Gleichzeitig weist er auf die möglichen Ausnahmen bei Betriebsübergaben hin: "Man könnte die Millionäre-Erbschaftssteuer so ausgestalten, dass die Steuer bei Unternehmensvererbungen so lange nicht anfällt, als das Unternehmen durch die Familie fort geführt wird." Machen die Erben aber Kasse, statt das Familienunternehmen zu erhalten, dann könnten sie sich aber auch einen kleinen Beitrag für das Gemeinwohl gut leisten. Daher sei die Hysterie, in der Millionärssteuer eine Mittelstandsgefährdung zu sehen, völlig unangebracht. "Herr Präsident, wenn der wesentliche Teil unseres Mittelstandes aus Millionären besteht, dann können wir gerne darüber reden, nicht ab einer Million Euro sondern ab 10 Millionen Euro zu besteuern. Zum Glück ist die Inflation nicht so hoch, dass das alsbald passieren wird", so Matznetter. (Schluss) ah/mo

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0011