Leitl erwartet engagierte Verhandlungen zu Freihandelsabkommen EU-USA

Klarere Spielregeln als Grundlage für umfassende Vereinbarung - USA drittwichtigster Exportpartner Österreichs

Wien (OTS/PWK058) - Deutlich positiv sieht Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl die Ankündigung von Gesprächen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA:
"Ich erwarte mir engagierte Verhandlungen, denn hier können beide Seiten gewinnen. Wir wissen, dass 90% des globalen Wirtschaftswachstums in den nächsten 10-15 Jahren außerhalb Europas generiert werden wird." Zudem zeigten Berechnungen der EU-Kommission, dass über 30 Millionen Arbeitsplätze in der EU von Exporten abhängen. Im Durchschnitt schaffe jede weitere Export-Milliarde 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der EU. "Gerade in den für Europa noch konjunkturell schwierigen Zeiten ist das für mich ein Schritt in die richtige Richtung", so der WKÖ-Präsident.

Voraussetzung für ein Gelingen sei der Willen beider Parteien mit klug geführten Verhandlungen auch rasch zu einem Abschluss zu kommen. "Es muss klare Spielregeln geben, der Faktor Zeit darf im Verhandlungsprozess aber nicht unterschätzt werden", betonte Leitl, der darauf verwies, dass nur so eine umfassende "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" zum Vorteil beider Partner entstehen könne. Dies sei auch vor dem Hintergrund der insgesamt stockenden WTO-Verhandlungen ein positives Zeichen.

Aus österreichischer Sicht sind die USA bereits jetzt ein attraktiver Handelspartner: Nach Ländern wickelte Österreich 2011 5,2 Prozent seiner weltweiten Exporte mit den Vereinigten Staaten ab, damit ist die USA drittwichtigster heimischer Exportpartner und ein überaus attraktiver Überseemarkt. In den ersten elf Monaten 2012 exportierte Österreich Waren im Wert von 6,46 Milliarden Euro in die USA, ein Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im selben Zeitraum importierte Österreich Waren im Wert von 3,8 Milliarden Euro. Dadurch haben die USA für Österreich eine besondere Rolle: Mit keinem anderen Land ist Österreichs Handelsbilanzüberschuss so hoch wie mit den Vereinigten Staaten. Derzeit befinden sich an die 500 Repräsentanzen und Vertriebsniederlassungen österreichischer Unternehmen in den USA, das Investitionsniveau heimischer Unternehmen liegt bei über 5 Mrd. Euro. (us)

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