PRO-GE/GPA-djp zu Ströck: Aussagen für Beschäftigte unhaltbar

KV-Streit: Gewerkschaften kritisieren Aussagen von Ströck und Wirtschaftskammer

Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp betonen, dass die Entlohnung der Ströck-Beschäftigten nach dem Gewerbe-Kollektivvertrag nicht mehr haltbar ist und der Großbäcker-KV zur Anwendung kommen muss. "Fakt ist, dass ein Betrieb mit rund 1.800 Beschäftigten keine gewerbliche Kleinbäckerei sein kann. Es gibt genügend klare Kriterien, die den Unterschied zwischen Handwerk- bzw. Gewerbebetrieb und Industriebetrieb verdeutlichen: So zum Beispiel sind serienmäßige Erzeugung, die weitgehende Arbeitsteilung oder der Umstand, dass sich die Tätigkeit der Eigentümer im Wesentlichen auf leitende Tätigkeiten beschränkt, eigentlich eindeutig genug. ++++

"Die Wettbewerbsverzerrung ist augenscheinlich, sowohl gegenüber den Betrieben mit Großbäcker-KV, als auch gegenüber wirklichen Kleinbäckern, die bei weitem nicht die Zahl von 110 Back-Öfen der Firma Ströck erreichen. Trotzdem will die Wirtschaftskammer an diesem unfairen Umstand festhalten, wie ein WKÖ-Vertreter schon vor einer sachlichen Prüfung verlauten ließ. Diese Vorgangsweise ist nicht zu akzeptieren", sagen Manfred Anderle, Bundessekretär der PRO-GE und Karl Proyer, stellvertretender Geschäftsführer der GPA-djp.

Die Gewerkschaften weisen zudem die Aussagen der Ströck-Inhaber, wonach ein Drittel der Beschäftigten durch einen KV-Umstieg gefährdet seien, auf das Schärfste zurück. Zuvor wurde bereits über Medien mitgeteilt, dass bei Ströck sowieso weit über dem Kollektivvertrag bezahlt würde und dass es bei den guten Ströck-Chefs, wohl keine BetriebsrätInnen brauche. "Uns ist daher rätselhaft wieso dann die Anwendung des richtigen Industriekollektivvertrages Mehrkosten verursachen würde. Ebenso ist die Stimmungsmache gegen Betriebsratsstrukturen unsachlich und unseriös. Diese Aussagen betreffend BetriebsrätInnen sind in einer modernen und demokratischen Wirtschaft unhaltbar, wir sind fassungslos", betonen Anderle und Proyer.

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