- 13.02.2013, 11:44:28
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Leichtfried/Kadenbach: Transparenz bei Lebensmittel-Herkunftsbezeichnung endlich verbessern
SPÖ-Europaabgeordnete wollten bereits 2011 strengere Regelung erzielen
Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete wollten bereits 2011 strengere Regelung
erzielen =
Wien (OTS/SK) - "Es ist auch angesichts der derzeitigen Diskussion um
die Lebensmittelsicherheit wirklich bedauerlich, dass vor zwei Jahren
die weitreichenden Vorschläge des Europäischen Parlaments zur
Lebensmittelkennzeichnung nicht in der klaren Form angenommen worden
sind, wie von Sozialdemokraten gefordert", sagen die beiden
SPÖ-Europaabgeordneten Karin Kadenbach und Jörg Leichtfried am
Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Lebensmittelsicherheit,
erläutert: "Für die Herkunftskennzeichnung bei weiterverarbeiteten
Produkten war 2011 letztlich nur eine Folgenabschätzung vorgesehen,
was ich auch öffentlich bedauerte. Durchgesetzt haben sich die
Lebensmittelindustrie bzw. ihr nahestehende Parteien." Die
SPÖ-Europaabgeordnete will eine umfassende Kennzeichnung und sieht
darin dreierlei Vorteile: "Erstens für qualitativ hochwertige
Lebensmittel, zweitens für regionale Arbeitsplätze und drittens für
mehr Klimaschutz. Regionale Produkte und Anbietern sollte schon jetzt
der Vorzug gegeben werden."
SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried will gerade von Seiten der
Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister endlich eine europaweite
Einigung darüber, dass Transparenz auch im Lebensmittelbereich
notwendig ist. "2011 hat das EU-Parlament in einem Änderungsantrag
klargestellt, wo es eine Kennzeichnung geben soll - konkret bei allen
Formen von Fleisch und Geflügelfleisch, bei Milch und Milchprodukten,
bei frischem Obst und Gemüse, bei anderen Erzeugnissen aus einer
Zutat sowie bei Fleisch, Geflügelfleisch und Fisch, wenn sie als
Zutaten in verarbeiteten Lebensmitteln verwendet werden." Ebenfalls
hat das EU-Parlament gefordert: "Bei Fleisch und Geflügelfleisch darf
als Herkunftsland oder -ort der Tiere nur dann ein einziger Ort
angegeben werden, wenn die Tiere in demselben Land oder an demselben
Ort geboren, gehalten und geschlachtet wurden. In anderen Fällen ist
jeder dieser Geburts-, Haltungs- und Schlachtorte anzugeben."
Leichtfried dazu: "Wir Sozialdemokraten werden gegenüber der
Industrie und wirtschaftshörigen Parteien weiter dafür kämpfen, dass
diese Vorschläge endlich umgesetzt werden." (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
markus.wolschlager@europarl.europa.eu
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