Leichtfried/Kadenbach: Transparenz bei Lebensmittel-Herkunftsbezeichnung endlich verbessern

SPÖ-Europaabgeordnete wollten bereits 2011 strengere Regelung erzielen

Wien (OTS/SK) - "Es ist auch angesichts der derzeitigen Diskussion um die Lebensmittelsicherheit wirklich bedauerlich, dass vor zwei Jahren die weitreichenden Vorschläge des Europäischen Parlaments zur Lebensmittelkennzeichnung nicht in der klaren Form angenommen worden sind, wie von Sozialdemokraten gefordert", sagen die beiden SPÖ-Europaabgeordneten Karin Kadenbach und Jörg Leichtfried am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Lebensmittelsicherheit, erläutert: "Für die Herkunftskennzeichnung bei weiterverarbeiteten Produkten war 2011 letztlich nur eine Folgenabschätzung vorgesehen, was ich auch öffentlich bedauerte. Durchgesetzt haben sich die Lebensmittelindustrie bzw. ihr nahestehende Parteien." Die SPÖ-Europaabgeordnete will eine umfassende Kennzeichnung und sieht darin dreierlei Vorteile: "Erstens für qualitativ hochwertige Lebensmittel, zweitens für regionale Arbeitsplätze und drittens für mehr Klimaschutz. Regionale Produkte und Anbietern sollte schon jetzt der Vorzug gegeben werden."

SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried will gerade von Seiten der Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister endlich eine europaweite Einigung darüber, dass Transparenz auch im Lebensmittelbereich notwendig ist. "2011 hat das EU-Parlament in einem Änderungsantrag klargestellt, wo es eine Kennzeichnung geben soll - konkret bei allen Formen von Fleisch und Geflügelfleisch, bei Milch und Milchprodukten, bei frischem Obst und Gemüse, bei anderen Erzeugnissen aus einer Zutat sowie bei Fleisch, Geflügelfleisch und Fisch, wenn sie als Zutaten in verarbeiteten Lebensmitteln verwendet werden." Ebenfalls hat das EU-Parlament gefordert: "Bei Fleisch und Geflügelfleisch darf als Herkunftsland oder -ort der Tiere nur dann ein einziger Ort angegeben werden, wenn die Tiere in demselben Land oder an demselben Ort geboren, gehalten und geschlachtet wurden. In anderen Fällen ist jeder dieser Geburts-, Haltungs- und Schlachtorte anzugeben." Leichtfried dazu: "Wir Sozialdemokraten werden gegenüber der Industrie und wirtschaftshörigen Parteien weiter dafür kämpfen, dass diese Vorschläge endlich umgesetzt werden." (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
markus.wolschlager@europarl.europa.eu

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002