Papst erläutert bei Generalaudienz bevorstehenden Rückzug

Erneut Hinweis auf Gebrechlichkeit und lange Gewissensprüfung

Vatikanstadt, 13.02.13 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat allen Gläubigen für die Liebe und das Gebet gedankt, mit dem sie sein Pontifikat begleitet hätten. Er habe sich "in voller Freiheit zum Wohl der Kirche" entschlossen, auf sein Amt zu verzichten, erklärte er am Mittwoch den zur Generalaudienz im Vatikan versammelten Besuchern. Nach langem Gebet und vielen Überlegungen sei er zu dieser schwerwiegenden Entscheidung gekommen; er habe sich nicht mehr in der Lage gesehen, das Petrusamt mit den dafür erforderlichen Kräften auszuführen. Sichtlich bewegt bedankte sich der 85-Jährige für den langen Applaus und für den "Ausdruck der Sympathie".

"Wie ihr wisst, habe ich mich entschlossen, auf das Amt, das Gott mir am 19. April 2005 übergeben hat, zu verzichten", sagte Benedikt XVI. zu Beginn der Audienz. Es war er sein erster öffentlicher Auftritt, seit er am Montag seinen Rücktritt für den 28. Februar angekündigt hatte.

Wörtlich führt er aus: "Ich habe dies in voller Freiheit zum Wohl der Kirche getan, nachdem ich lange gebetet und mein Gewissen vor Gott geprüft habe. Ich bin mir der Schwere dieses Vorgangs bewusst, aber gleichzeitig ist mir klar, dass ich nicht mehr in der Lage bin, das Petrusamt mit der Kraft auszuüben, die es verlangt. Mich unterstützt dabei die Gewissheit, dass die Kirche Christus gehört, der es ihr gegenüber nie an seiner Führung und Sorge fehlen lassen wird. Ich danke allen für die Liebe und für das Gebet, mit dem sie mich begleitet haben. Betet weiterhin für den Papst und für die Kirche. Ich habe in diesen für mich physisch schwierigen Tagen die Kraft des Gebetes gespürt."

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