SJ- Moitzi begrüßt Diskussion über Arbeitszeitverkürzung

Arbeitszeitverkürzung kann Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit in Europa entschärfen!

Wien (OTS) - Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der
Sozialistischen Jugend Österreich, begrüßt die aktuelle Initaitive von GewerkschafterInnen, WissenschaftInnen, PolitikerInnen und PublizistInnen zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit. "Eine Verkürzung der Arbeitszeit ist in Österreich nichts Neues und wurde mehrmals in der Geschichte beschlossen. 1959 zum Beispiel wurde die Wochenarbeitszeit von 48 auf 45 Stunden reduziert, zwischen 1970 und 1975 weiter auf vierzig Stunden. In den 1970er Jahren wurde der gesetzliche Urlaubsanspruch erhöht, was zu einer Verkürzung der Jahresarbeitszeit führte. Es wäre wieder höchst an der Zeit, die steigende Produktivität und die Gewinne der Unternehmen an die ArbeitnehmerInnen in Form einer Arbeitszeitverkürzung weiterzugeben", so Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich, anlässlich der Debatte in Deutschland.

Die Sozialistische Jugend unterstreicht diese Forderung vor allem mit der Rekordarbeitslosigkeit von jungen Menschen in Europa. Statt über immer längere Erwerbszeiten und Arbeitszeitverlängerung zu diskutieren, braucht es eine gerechte Verteilung der vorhandenenen Arbeit, damit Jugendliche wieder eine Beschäftigung finden. "Wahrscheinlich wird in Zukunft auch eine länger dauernde Perioden höheren Wirtschaftswachstums nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit akzeptabel zu senken. Eine Verkürzung der Arbeitszeit schafft Beschäftigung - wie zuletzt das Beispiel Frankreich gezeigt hat, wo die 35-Stunden-Woche eingeführt wurde und somit Arbeitslosigkeit verringert wurde. In Zeiten von Millionen junger Menschen ohne Arbeit in Europa kann Arbeitszeitverkürzung ein wesentliches Mittel gegen die "Zeitbombe" Jugendarbeitslosigkeit sein", so Moitzi abschließend.

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