Ö3-Verkehrsaward: "Helden der Straße" zum zwölften Mal ausgezeichnet

Ö3ver des Jahres kommt aus Wien

Wien (OTS) - Zum zwölften Mal zeichneten heute das Hitradio Ö3 und das Innenministerium alle jene mit dem "Ö3-Verkehrsaward" aus, die täglich einen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen leisten: Polizei, Rettung, Feuerwehr, Straßenmeistereien, Öffentlicher Verkehr und die mehr als 26.000 Ö3verinnen und Ö3ver.

Der Ö3-Verkehrsservice liefert seit 35 Jahren erfolgreich den Überblick über Österreichs Straßen, zuverlässig, schnell und rund um die Uhr. Egal ob Geisterfahrer, Unfälle oder Staus, Glatteis oder Lawinengefahr, Nebel und Rauchentwicklung, Überflutungen, verlorenes Ladegut, Demonstrationen und Veranstaltungen, Zugausfälle oder Verspätungen, überfüllte Parkplätze und defekte Bahnschranken - rund eine Million Verkehrsmeldungen werden jedes Jahr in der Ö3-Verkehrsredaktion verarbeitet. Nur die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglicht dabei ein hohes Ausmaß an Verkehrssicherheit. Seit 2002 wird der Ö3-Verkehrsaward in sechs Kategorien verliehen. Überreicht wurden die Auszeichnungen heute von Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner und Ö3-Senderchef Georg Spatt. Der Titel "Ö3ver des Jahres" ging heuer an den Wiener Stefan Längauer.

"Der Ö3-Verkehrsaward ist ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für all jene, die sich ehrenamtlich oder berufsbedingt für die Sicherheit auf Österreichs Straßen einsetzen. Die Ö3-Verkehrsredaktion, die Blaulichtorganisationen, der öffentliche Verkehr, die Straßenmeisterei und die Ö3verinnen und Ö3ver leisten durch ihr perfektes Zusammenspiel einen wichtigen Beitrag, um Österreichs Straßen noch sicherer zu machen", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.

Ö3-Senderchef Georg Spatt ergänzt: "Mit dem Ö3-Verkehrsaward zeichnen wir buchstäblich die 'Helden der Straße' aus und bitten damit jene Menschen und Institutionen vor den Vorhang, die nicht nur einen maßgeblichen Anteil an der Sicherheit auf unseren Straßen haben, sondern auch mithelfen, den Ö3-Verkehrsservice so zuverlässig, exakt und aktuell zu halten, wie er ist."

Thomas Ruthner, Leiter der Ö3-Verkehrsredaktion, präsentierte im Rahmen der Veranstaltung Details zu d e r Innovation 2012: die Echtzeitmessung. Neben den bewährten Informationskanälen greift die Ö3-Verkehrsredaktion immer mehr auf technische Bewertungssysteme zur Messung des Verkehrsaufkommens zu. So nutzt die Ö3-Verkehrsredaktion bereits heute 4.500 Verkehrskameras der Asfinag und rund 3.000 Wetter- und Verkehrssensoren. Gerade die Verkehrssensoren sind es, die einen minutengenauen Verzögerungswert für eine definierte Strecke automatisiert errechnen können. Dieser Wert fließt unter dem Begriff der Echtzeitmessung in die Ö3-Verkehrsinformation ein. Denn neben der aktuellen Verkehrsinformation, wie der Darstellung von Behinderungen im Straßenverkehr und den daraus entstehenden Staulängen, gehört der Verzögerungswert in Form der Echtzeitmessung sicherlich zu den größten Nutzwerten für den Mobilitätsteilnehmer. So ermöglicht die Echtzeitmessung, eine Route bzw. Fahrtstrecke optimal abstimmen und zeitlich planen zu können.

Der "Ö3-Verkehrsaward" - die Preisträger

Kategorie: Ö3ver des Jahres
Preisträger: Stefan Längauer

Mehr als 26.000 Ö3verinnen und Ö3ver unterstützen tagtäglich die Ö3-Verkehrsredaktion mit Meldungen über Gefahren, Unfälle, Baustellen und Staus auf unseren Straßen - so auch Stefan Längauer aus Wien, seit nunmehr drei Jahren Ö3ver. Am 14. August 2012 ist er in Niederösterreich auf der A21, der Wiener Außenringautobahn unterwegs. Bei Heiligenkreuz kommt er zu einer Unfallstelle - ein Tankwagen steht im Vollbrand. Der tonnenschwere LKW ist mit Flüssigkreide beladen und brennt in Folge komplett aus. Die dunkle Rauchsäule ist weithin sichtbar. Der LKW-Fahrer kann sich in Sicherheit bringen. Stefan Längauer trifft als einer der ersten an der Unfallstelle ein. Sofort meldet er der Ö3-Verkehrsredaktion die akute Gefahr. Die Wiener Außenringautobahn wird für drei Stunden gesperrt. Vor der Ableitung bildet sich ein sieben Kilometer langer Stau. Sieben Feuerwehren mit 50 Mann rücken aus, darunter die Freiwilligen Feuerwehren Mödling, Sparbach, Sittendorf und Gaaden. Mit schwerem Atemschutz bringen sie den Brand unter Kontrolle. Das Feuer hat mittlerweile auf den angrenzenden Wald übergegriffen. Ein Bergekran wird angefordert. Das völlig ausgebrannte Fahrzeugwrack wird mit einem Tieflader abtransportiert. Stefan Längauer hat in dieser Situation starke Nerven bewahrt und richtig reagiert. Aufgrund seiner Information kann die Ö3-Verkehrsredaktion andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig warnen. Für seinen Einsatz wird Stefan Längauer als "Ö3ver des Jahres" ausgezeichnet.

Kategorie: Rettung
Preisträger: Notruf 144

In den frühen Morgenstunden des 18. September 2012 ereignet sich eine Karambolage mit drei LKW und drei PKW auf der A4, der Ostautobahn, zwischen Bruck West und Fischamend. Vier Notarztteams und zahlreiche Rettungsfahrzeuge vom Roten Kreuz kämpfen sich zu den Verletzten vor, die zum Teil schwer verletzt und eingeklemmt sind. Ein Schlachtfeld aus verkeilten Fahrzeugen und Fahrzeugteilen bietet sich den Einsatzkräften. Gegen 6.30 Uhr ist die Personenbergung abgeschlossen. Das Team von Notruf 144 hat den Gesamtüberblick über die Rettungseinsätze in Niederösterreich. Sie sind zum Teil auch persönlich an der Unfallstelle und informieren die Ö3-Verkehrsredaktion verlässlich und genau über das Ausmaß des jeweiligen Einsatzes - daher erhält das Team von Notruf 144 den Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie Rettung.

Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr Waidhofen an der Thaya

In den Vormittagsstunden des 7. November 2012 krachen zwei PKW auf einem langen geraden Streckenabschnitt der B5 frontal zusammen. Noch auf dem Weg zur Unfallstelle ruft die Einsatzleitung der Feuerwehr Waidhofen in der Ö3-Verkehrsredaktion an und gibt die ersten Informationen durch. Am Unfallort treffen die freiwilligen Helfer auf zwei zertrümmerte Autos, Verletzte müssen geborgen werden, ein Rettungshubschrauber wird angefordert, die B5 wird gesperrt. Während des gesamten fast zweistündigen Einsatzes steht die Feuerwehr im telefonischen Kontakt mit Ö3 und hält so nicht nur die Verkehrsredaktion, sondern auch die Autofahrer im Waldviertel via Radio auf dem Laufenden. Daher erhält die Freiwillige Feuerwehr Waidhofen an der Thaya heuer den Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie Feuerwehr.

Kategorie: Polizei
Preisträger: Bezirksleitstelle Landeck

Achtung Steinschlag! Dieses Gefahrenschild sieht man oft im alpinen Raum. Wenn sich allerdings ein Felsbrocken - so groß wie ein Mittelklassewagen - löst und auf die Fahrbahn stürzt, muss schnell reagiert werden. So passiert am 29. Dezember kurz vor 10.00 Uhr Vormittag auf der B180, der Reschen Straße bei Landeck. An diesem Reisesamstag sind viele Urlauber in diesem Bereich unterwegs. Wie durch ein Wunder ist bis auf Straßenschäden nichts passiert. Die Alarmkette der Bezirksleitzentrale Landeck hat in diesem Fall beispiellos funktioniert. Innerhalb weniger Minuten waren alle nötigen Einsatzkräfte vor Ort. Weitere Schäden wurden verhindert. Die Arbeiten haben darüber hinaus noch eine Woche gedauert, bis die Fahrbahn wieder komplett frei war. Die Bezirksleitstelle Landeck hat die Ö3-Verkehrsredaktion und somit tausende Autofahrer über die aktuelle Situation und Ausweichstrecken informiert. Der Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie "Polizei" geht dieses Jahr an die Bezirksleitstelle Landeck.

Kategorie: Straßenmeisterei
Preisträger: Autobahnmeisterei Unterwald

Nationalfeiertag, 26.10.2012, Südautobahn, Packabschnitt, Richtung Wien kurz vor 9.30 Uhr: Auf der Talfahrt vor Steinberg rammt ein LKW auf einer Länge von mehreren hundert Metern die rechte Leitschiene. Genau in der Einfahrt zum Gegenverkehrsbereich einer Baustelle kippt das Fahrzeug. Der LKW liegt quer auf der Fahrbahn, der Anhänger kommt im Straßengraben zu liegen. Glück im Unglück: Alle Fahrzeuge im Gegenverkehrsbereich schaffen es noch rechtzeitig anzuhalten und auch der LKW-Lenker wird unverletzt aus dem total zertrümmerten Fahrzeug gerettet. Der gesamte Treibstoff rinnt aus und muss gebunden werden. Die Autobahn wird in beiden Richtungen zwischen Steinberg und Modriach für über sechs Stunden gesperrt. Die Autobahnmeisterei Unterwald ist an der Unfallstelle im Einsatz, Autobahnmeister Markus Bratschko informiert die Ö3-Verkehrsredaktion laufend über den Stand der Aufräumarbeiten: Durch die zuverlässige Information der Autobahnmeisterei kann Ö3 die Autofahrer regelmäßig über die Dauer der Sperre informieren. Die unmittelbare Ausweichstrecke über die B70 ist völlig überlastet. Daher rät die Autobahnmeisterei, zwischen Wien und Klagenfurt großräumig über den Semmering und die S36 auszuweichen. Für dieses Engagement geht der Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie "Straßenmeisterei" dieses Jahr an die Autobahnmeisterei Unterwald.

Kategorie: Öffentlicher Verkehr
Preisträger: ÖBB Postbus GmbH

Seit über einem Jahr sind 3.000 Postbus-Lenker in Österreich als Ö3ver unterwegs. Die Ö3-Verkehrsredaktion ist immer mehr auf die Unterstützung der Autofahrer angewiesen. Denn speziell diese sind es, die oft als erste an einem Unfallort sind oder einen Stau orten und unverzüglich die Verkehrsredaktion informieren. Egal ob Unfälle auf der A14 in Vorarlberg, Stau auf der B17 in Niederösterreich, Glatteis auf Landesstraßen oder defekte LKW auf der Südautobahn am Wechsel -die Postbus-Lenker geben wichtige Verkehrsinformationen an die Ö3-Verkehrsredaktion weiter. Das bringt nicht nur den privaten Autofahrern auf Österreichs Straßen, sondern auch dem ÖBB-Postbus ein Plus an Sicherheit. 30.000 Kurse werden von Bussen auf 900 Linien täglich befahren. Interessantes Detail am Rande: Alle Postbusse zusammen fahren täglich zehnmal um die Erde. Für die Ö3-Verkehrsredaktion ein echter Gewinn. Deshalb geht der Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie Öffentlicher Verkehr an die ÖBB-Postbus GmbH.(hb)

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