• 13.02.2013, 10:27:12
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StR Ludwig: Das "GreenHouse" in aspern Seestadt bietet Platz für 305 Studierende

Ökologisch und qualitativ höchst anspruchsvoll: StudentInnenheim in Passivhausqualität ermöglicht kostengünstiges Wohnen mit hohem Wohlfühlfaktor

Utl.: Ökologisch und qualitativ höchst anspruchsvoll:
StudentInnenheim in Passivhausqualität ermöglicht
kostengünstiges Wohnen mit hohem Wohlfühlfaktor =

Wien (OTS) - In aspern Der Seestadt Wiens wird 305 Studierenden
ab September 2015 ein neues StudentInnenwohnheim mit einer
Nutzfläche von rd. 9.700 m2 zur Verfügung stehen. Die WBV-GPA
errichtet das von der aap.architekten ZT-Gmbh geplante Passivhaus mit
einem Heizwärmebedarf von 15 kWH/m2 und Jahr.
"Die Stadt Wien nimmt ihre Verantwortung gegenüber der jungen
Generation mit der Schaffung von kostengünstigem, qualitativ
hochwertigem Wohnraum ausdrücklich wahr. Die Errichtung des
Studierendenheims in aspern Seestadt wird bei Gesamtbaukosten von
11,49 Millionen Euro mit Wohnbaufördermitteln in Höhe von über 4
Millionen Euro unterstützt", hält Wiens Wohnbaustadtrat Michael
Ludwig fest. ****

3 Gebäude, 3 Heimbetreiber, über 300 Plätze
Die Errichtung von Studierendenheimen in besonders ökologischer
Passivhausqualität ist in Wien Gang und Gäbe. Unter anderem wurden
die gefördert errichteten StudentInnenheime in der Gasgasse, der
Kandlgasse oder der Molkereistraße bereits in Passivhaustechnologie
ausgeführt. Ein Novum hingegen ist, dass in Wien erstmals drei große
Heimträgerorganisationen zusammen arbeiten und das Heim, das aus drei
Gebäuden besteht, betreiben:
Die ÖJAB - Österreichische Jungarbeiterbewegung, die OeAD-WV GmbH
- Österreichischer Austauschdienst-Wohnraumverwaltungs GmbH Wien und
die WBV-GPA - Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft für
Privatangestellte. Die ÖJAB wird die Heimleitung stellen, wobei die
Partnerinnen WBV-GPA und OeAD-WV die wirtschaftliche
Eigenverantwortung für die Belegung von jeweils rund 100 Wohnplätzen
tragen werden.
Von den 305 Wohnplätzen werden sich 216 in Einzelzimmern befinden,
der Rest in Doppelzimmern und Drei- und
Vier-Personen-Wohngemeinschaften. Die drei Gebäude weisen die
typischen Merkmale von "SONNE", "LUFT" und "ERDE" auf: das Haus SONNE
viele helle Glasflächen und Photovoltaik, das Haus LUFT eine
himmelblaue Fassade und ein Flugdach mit Aussichtsterrasse und das
Haus ERDE einen begrünten Dachgarten. Die drei Gebäude sind
miteinander verbunden, die Gemeinschaftsbereiche und
Erschließungswege werden miteinander genutzt. Das verbindende Element
dieser neuen Form des Wohnens für StudenInnen in der Seestadt, deren
Herzstück der See darstellt, ist WASSER: Fitnessräume, Sauna,
Musikübungsräume, Lern- und Freizeiträume sowie ein großer,
Kommunikation und Begegnung fördernder Innenhof zwischen den drei
Wohngebäuden.

Energie- und Ressourcenoptimiert durch zahlreiche Maßnahmen
Ein wesentliches Augenmerk des StudentInnenheims liegt in der
hohen ökologischen Qualität, das sich auch im Namen "GreenHouse"
widerspiegelt. Es soll seinen Energieverbrauch aus erneuerbaren
Energiequellen wie z.B. der Sonnenenergie decken:
- Für die Installation von Photovoltaikanlagen sind rd. 1.800 m2
Dach- und Fassadenflächen vorgesehen.
- Ein Teil der Photovoltaikmodule sitzt auf "Energiebäumen", die der
Bahn der Sonne folgen und somit den Energieertrag steigern.
Als weitere ökologische Maßnahmen sind im GreenHouse geplant:
- Für sparsamen Ressourcen-Umgang sorgt eine Brauchwasseranlage.
- Die Lüftungsanlage in allen Zimmern erkennt mittels
Chipkarten-System, ob jemand anwesend ist, und richtet sich Wärme
sparend danach.
- Die Fenster verfügen über Kontakte, die mit der Heizungsversorgung
gekoppelt sind. So werden Wärmeverluste bei geöffneten Fenstern
vermieden..
- Die Gebäude sind so ausgerichtet, dass möglichst viele Bereiche -
bis hin zum Oberlicht im Badezimmer - natürliches Sonnenlicht
erhalten.
- Hoch energieeffiziente Elektrogeräte (Küchengeräte, TV-Geräte,
Monitore etc.) und Induktionsherde werden eingebaut.
- Im Garagenbereich sind Strom-Tankstellen für Elektrofahrräder und
-autos eingeplant.
Im spannendsten Stadterweiterungsgebiet Wiens direkt am asperner
Ring gelegen, sind mit der "Unilinie" U2 die neue WU, die
Hauptuniversität und die TU Wien rasch zu erreichen. Der Spatenstich
wird voraussichtlich diesen Sommer erfolgen und mit September 2015
soll das Wohnheim seinen Betrieb aufnehmen.
Bis 2028 wird die Seestadt aspern wachsen. Das
Studierendenwohnheim - eines der ersten fertig gestellten Gebäude -
soll auch über 2028 innovativen Charakter haben. Das
Benützungsentgelt für einen Wohnplatz im GreenHouse wird
voraussichtlich inkl. Betriebskosten, Internet- und TV-Anschluss,
regelmäßige Zimmerreinigung sowie Nutzung der
Gemeinschaftseinrichtungen voraussichtlich 380 bis 400 Euro pro
Person und Monat betragen.

85 Millionen Euro in Heimprojekte für Junge seit 2007
zielgerichtet investiert

Wohnprojekte für über 7.800 junge Menschen - Heime und
Wohngemeinschaften - erhielten seit 2007 Förderungen des Landes Wien
für Neuerrichtung und Sanierung im Ausmaß von rd. 85 Mio. Euro. Die
Förderung beträgt bei Gesamtbaukosten von rd. 234,8 Mio. Euro beträgt
nahezu ein Drittel.
24 Projekte mit über 4.045 Wohneinheiten wurden in den vergangenen
fünf Jahren fertiggestellt. 20 Projekte mit rd. 3.800 Wohneinheiten
befinden sich aktuell in Bau oder Planung.
"Die Versorgung mit erschwinglichem Wohnraum für alle für Menschen
jeden Alters ist eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge Mit der
Errichtung und Sanierung von Heimen und Wohngemeinschaften, aber auch
mit den Aktionen bei Wiener Wohnen für JungwienerInnen, Lehrlinge und
Studierende und dem SMART-Wohnbauprogramm, gibt es in der
Wohnbaupolitik der Stadt Wien eine Reihe von Maßnahmen, die sich
bewusst an den Bedürfnissen von jungen Menschen orientieren",
erklärt Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig abschließend. (Schluss)
kau

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