- 13.02.2013, 09:30:31
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AK Wien Beratungsbilanz 2012: Fast immer ging es ums Geld
64 Millionen Euro für AK Wien Mitglieder zurückgeholt
Utl.: 64 Millionen Euro für AK Wien Mitglieder zurückgeholt =
Wien (OTS) - Probleme bei Lohn und Gehalt, Sonderzahlungen,
Überstunden und Mehrarbeit-Entgelt, Fahrtkostenvergütung,
Abfertigungen, Feiertagsentgelt oder Kündigungsentschädigungen aber
auch Kündigungen im Krankenstand oder unfaire Vertragsklauseln sind
die häufigsten Gründe, warum ArbeitnehmerInnen die Beratung der AK
suchen. "Hilfe und Rat waren auch 2012 dringendst gefragt: im
Arbeitsrecht, im Rechtsschutz, in der Insolvenzvertretung", sagt Hans
Trenner, Leiter des Beratungsbereiches in der AK Wien, "und fast
immer ging es ums Geld." Ein Phänomen, welches schon seit Jahren von
vielen Arbeitgebern praktiziert wird, ärgert sich Trenner: "Die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leisten gute Arbeit und die
Arbeitgeber sind nicht bereit, dies ordnungsgemäß abzugelten. Muss
der Rechtsweg beschritten werden, kann das gut und gerne ein Jahr
dauern, bis die oder der Betroffene zu Geld kommt. Aber die Zahlungen
fürs Leben und Wohnen gehen weiter. Das sind keine Einzelfälle, das
sind Tausende, die sich in einer Ausnahmesituation befinden." Rund 64
Millionen Euro wurden für die Betroffenen durch Intervention,
Rechtsschutz und in Insolvenzfällen zurückgeholt.
Arbeitsrecht: Hilfe durch Intervention
Fast 255.000 Mal kontaktierten AK Wien-Mitglieder die ExpertInnen in
Arbeitsrechtsfragen - telefonisch, mündlich oder schriftlich. Die
Zahl der Anfragen liegt damit auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Eine
Steigerung (plus 20 Prozent gegenüber 2011 auf fast 9.300) gab es bei
Anfragen per Mail. Bei den an die Abteilung Arbeitsrecht
herangetragenen Fällen wurden rund 50 Prozent der Fälle durch
Intervention beim Arbeitgeber erfolgreich abgeschlossen.
Rechtsschutz: Wenn nur der Gang zum Gericht hilft
Gibt es keine Klärung durch Intervention und ist der Fall Erfolg
versprechend wird der Klagsweg beschritten. Im Jahr 2012 beantragten
mehr als 3.800 ArbeitnehmerInnen Rechtsschutz. Über 4.300
Rechtsschutzverfahren konnten 2012 abgeschlossen werden. Darin
enthalten sind auch Verfahren, die bereits in den Vorjahren begonnen
wurden. Gegliedert nach Branchen gab es die meisten Vertretungen in
der Bauindustrie und dem Baugewerbe, im Hotel- und Gastgewerbe sowie
dem Handel.
Insolvenzvertretung: Wenn die Firma kracht
2012 mussten in Wien fast 800 insolvente Arbeitgeber registriert
werden, das ist um vier Prozent weniger als im Vorjahr. Für rund
5.900 ArbeitnehmerInnen wurde Insolvenz-Entgelt beantragt. Über 70
Prozent der ArbeitnehmerInnen sind/waren in Klein- und
Mittelbetrieben beschäftigt. Bei den Branchen führt die
Bauwirtschaft, eine Steigerung gab es im Bereich der
Arbeitskräfteüberlassung (von drei auf zehn Prozent), während der
Anteil der von Insolvenz betroffenen Handelsangestellten von 12 auf
sieben Prozent gesunken ist. Die aus ArbeitnehmerInnensicht größte
Insolvenz in Wien war der Modeschmuckvertrieb Pierre Lang/Andersen
mit fast 300 Betroffenen.
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