12. Februar 1934 - Rudas und Kräuter gedenken der Opfer des austrofaschistischen Regimes

Rehabilitierung der Justizopfer war wichtiger Schritt der Anerkennung

Wien (OTS/SK) - Morgen, Dienstag, jähren sich die Kämpfe vom 12. Februar 1934 zum 79. Mal. Aus diesem Anlass gedenken die Bundesgeschäftsführer der SPÖ, Laura Rudas und Günther Kräuter, der Opfer des austrofaschistischen Regimes. Insbesondere die Sozialdemokratie hatte damals in Form des Republikanischen Schutzbundes gegen die Abschaffung der Demokratie unter Führung der Christlich-Sozialen sowie der faschistischen Heimwehren aufbegehrt. "Viele Februarkämpfer mussten ihren Einsatz für die Verteidigung der jungen Republik mit dem Leben bezahlen. Sie waren die ersten in Europa, die sich gegen den Faschismus aktiv zur Wehr setzten", so Kräuter und Rudas heute, Montag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Letztes Jahr beschloss das Parlament nach jahrelangem Ringen die gesetzliche Rehabilitierung der Justizopfer des Austrofaschismus. "Wir sind stolz darauf, dass diesen tapferen Männern und Frauen -spät aber doch - offiziell zugesprochen wurde, damals nicht unrechtmäßig gehandelt zu haben. Dieser Kampf gegen ein Unrechtsregime, der Kampf für Freiheit und Demokratie verdient unseren allerhöchsten Respekt und unsere tiefste Anerkennung", betonte Rudas. Für Kräuter ist "die Courage, unter widrigsten Bedingungen für die Werte der Sozialdemokratie - Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Demokratie - aufzustehen, für viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten heute noch ein Vorbild für ihr politisches Wirken".

Das Gedenken an die Ereignisse des "34er-Jahres" solle auch dazu anhalten, wachsam und kritisch das Hier und Jetzt zu prüfen. Zwar habe sich die Demokratie in der Zweiten Republik als Regierungsform etabliert, nach wie vor aber sei es unabdinglich, gefährliche Entwicklungen aufzuzeigen und auf autoritäre Gefahren hinzuweisen, sind sich Rudas und Kräuter einig. Insbesondere rechte Hetzer und antieuropäische Agitatoren würden mit ihren demagogischen Methoden die Demokratie und den antifaschistischen Grundkonsens zu untergraben versuchen. (Schluss) mo/sn

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