Großbäckereien Ströck und Mann: Gewerkschaften machen bei KV-Einstufung Druck

Rechtswidrige Praxis bei Prämienzahlungen im Krankheitsfall bei Mann endlich abstellen

Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE machen nun Ernst bei der kollektivvertraglichen Einstufung der Beschäftigten bei den Wiener Bäckereiketten Ströck und Mann. "Wir werden nun umgehend rechtliche Schritte einleiten, um für die Betroffenen endlich eine Klärung herbeizuführen. Der Charakter dieser Bäckereibetriebe hat sich in den letzten Jahren derartig gewandelt, dass die Entlohnung nach dem Gewerbe-Kollektivvertrag nicht mehr haltbar ist und der Großbäcker-KV zur Anwendung kommen muss, das müsste inzwischen auch die Wirtschaftskammer realisiert haben", so der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer und der Bundessekretär der PRO-GE Manfred Anderle.++++

"Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass Produktionsstätten in der Größenordnung der Firmen Mann und Ströck als Gewerbebetriebe klassifiziert werden, wo das Gebäck noch mit der Hand erzeugt wird. Hier wird auf Kosten der Beschäftigten Lohndumping betrieben, was auch gegenüber jenen Unternehmen, die tatsächlich den korrekten Großbäckereien-KV anwenden, eine unfaire Wettbewerbssituation schafft", so Proyer und Anderle weiter.

"Unsere Recherchen in den Filialen der Bäckereikette Mann am Wochenende haben ergeben, dass die Praxis der nicht bezahlten Prämien im Falle von Krankenständen ein schwerwiegendes Problem darstellt, das großen Unmut unter den Beschäftigten hervorruft. Wir fordern die Firma Mann auf, diese rechtswidrige Praxis sofort zu beenden. Beschäftigte, die davon betroffen sind, sollen sich umgehend mit ihrer Gewerkschaft in Verbindung setzen", so die Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp Barbara Teiber und die Landessekretärin der PRO-GE-Wien Beate Albert.

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