Wlodkowski: Lebensmittel weder wegwerfen noch billig verschleudern

Jährlich im Abfall: 96.000 t genießbare Nahrung und Speisereste

Wien/Grafenstein (OTS) - "Wer Lebensmittel wegwirft, verschwendet wertvolle Ressourcen, die für die Erzeugung aufgewendet werden müssen, wie Wasser, Boden, menschliche Arbeitskraft, Energie sowie Rohstoffe und belastet so Umwelt wie auch Klima. Österreichs Bäuerinnen und Bauern wissen, wie viel Mühe, Einsatz und Arbeit in jedem Liter Milch, in jedem Kilogramm Fleisch oder in jedem Laib Brot stecken. Deshalb wenden sie sich gegen jede Verschwendung von Nahrung. Aber nicht nur das Wegwerfen, auch das Verschleudern zu Billigst-Preisen zeigt, dass die hohe Wertigkeit heimischer Lebensmittel oft missachtet wird. Wir wollen nicht, dass diese zu Lockartikeln verkommen und verramscht werden, nur um neue Kunden anzulocken. Wir appellieren daher an Konsumenten, Handel und die Gastronomie, alles zu tun, um das Wegwerfen, aber auch das Verschleudern zu vermeiden", stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, fest. Derzeit sind es pro Jahr 96.000 t genießbare Lebensmittel und Speisereste, die in der Restmülltonne unserer Haushalte landen.

Bewusster Einkauf hilft

"Jeder Österreicher wirft durchschnittlich 12 kg unverdorbene Lebensmittel im Jahr in den Müll. Um welch gewaltige Menge es sich dabei handelt, zeigt die Tatsache, dass damit beispielsweise die Bevölkerung von Innsbruck oder Graz ein Jahr lang ernährt werden könnte. Die Landwirtschaftskammern haben daher gemeinsam mit der Bäuerinnenorganisation dieser Wegwerf- und Verschleuder-Mentalität den Kampf angesagt. Wir wollen den Stellenwert unseres Essens wieder erhöhen. Dazu können die Konsumenten beitragen, indem sie bewusst einkaufen. Dazu kann aber auch der Lebensmittelhandel beitragen, indem er den Lebensmitteln wieder ihren Wert zurückgibt und sie nicht zu Werbezwecken missbraucht", stellte Wlodkowski fest.

Lebensmittel sind wertvoll

"Die Lebensmittel, die Österreichs Bauern und Verarbeitungsbetriebe erzeugen, sind viel zu wertvoll, um mit ihnen die 'Geiz-ist-geil'-Mentalität anzuheizen. Denn der Preis der kostbaren Lebensmittel bestimmt letztlich die Methode der Herstellung. Wenn der Konsument höchste und bestens kontrollierte Qualität verlangt, muss er wissen, dass dies nicht zum Schleuderpreis möglich ist. Billigst-Angebote führen letztlich genau in jene Art der Produktion, die weder Konsumenten noch Landwirte wollen. Denn wir wollen eine vielfältige bäuerliche Landwirtschaft und keine Agrarindustrie nach Übersee-Vorbild. Daher brauchen wir die volle Unterstützung der Konsumenten. Denn nur wer qualitativ hochwertige Nahrungsmittel aus Österreich kauft, unterstützt nicht nur die heimische Landwirtschaft, er sichert auch Arbeitsplätze im ländlichen Raum, trägt wesentlich zur Versorgungssicherheit Österreichs bei, hält den Wirtschaftsmotor in den Regionen am Laufen und leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz", so Wlodkowski abschließend.
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