"profil": EU-Kommissar Olli Rehn: "Zerfall der Euro-Zone gebannt"

Österreich muss "alles tun, um Steuerflucht und Geldwäsche einzudämmen"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert EU-Währungskommissar Olli Rehn das Festhalten Österreichs am Bankgeheimnis. "Es ist wichtig, alles zu tun, um Steuerflucht und Geldwäsche einzudämmen. Das erwarten wir von jedem einzelnen Mitgliedsstaat." Österreich lehnt gemeinsam mit Luxemburg die Weitergabe von personalisierten Daten ausländischer Bankkunden ab.

Zu dem am EU-Gipfel am vergangenen Freitag beschlossenen siebenjährigen Budgetrahmen erklärt der finnische Vizepräsident der EU-Kommission: "Die EU wird oft kritisiert, nicht genug für Wachstum und Arbeitsplätze zu tun. Dann schlagen wir dafür eine Aufstockung der Mittel vor, und genau dort will man jetzt kürzen. Dies kann die gerade jetzt so wichtige Aufgabe der EU, Investitionen und Wachstum zu fördern, ernsthaft gefährden."

Als wichtigsten Auslöser der Euro-Krise nennt Rehn die "volkswirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb Europas". Eine Angleichung werde "noch einige Jahre" dauern. Jedoch sei das "Horrorszenario, also der Zerfall der Euro-Zone, gebannt".

Rehn kritisiert im "profil"-Interview auch die Sonderwünsche des britischen Premiers David Cameron. "Ein Europa à la carte, wo jedes Mitglied das passende für sich heraussucht, kann nicht funktionieren."

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