Bundesrat - Zehentner: "Grüner Bericht" liefert eine Unmenge an Daten und Fakten

Einkommensschere zwischen Bergbauern und Nicht-Bergbauern weiter geöffnet

Wien (OTS/SK) - Der sogenannte "Grüne Bericht" liefert eine Unmenge an Daten und Fakten, die für all jene, die in der Agrarpolitik tätig sind, eine sehr wertvolle Grundlage darstellt. Das betonte Bundesratsabgeordneter Robert Zehentner heute, Donnerstag, im Bundesrat. "Mein Dank gilt allen in der 'Paragraph 7'-Kommission und den über 2.300 Bauern und Bäuerinnen, die dazu die notwendigen Aufzeichnungen geführt haben", sagte Zehentner und betonte weiters, dass so eine statistische Grundlage nicht als Einzelwerk, sondern in längeren Zeiträumen betrachtet werden sollte. Denn wenn man sich die Ertragsentwicklung von 2001 bis 2012 anschaue, so komme man auf ein Plus von 35 Prozent. ****

2012 war somit ein gutes Einkommensjahr für viele Bäuerinnen und Bauern, aber es zeigt sich auch, dass die Einkommensunterschiede immer schneller immer größer werden. "Betriebe ab 100 Hektar haben sich verdoppelt. Betriebe um 50 Hektar stagnieren beziehungsweise werden leicht weniger und Betriebe unter 20 Hektar werden rascher weniger", betonte Zehentner. Dies bedeutet, dass der bäuerliche Familienbetrieb immer mehr verschwindet.

Zum Bericht der Bundesregierung über Maßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft im Jahre 2013 betonte der Bundesrat: "Wenn man im Vorhabensbericht feststellt, dass die Einkommensschere zwischen Bergbauern und Nicht-Bergbauern weiter geöffnet wurde, dann erwarte ich mir schon, dass dagegen Maßnahmen angedacht werden, wenn sie auch erst 2014 umgesetzt werden können." Ab 2014 beginnt EU-weit eine neue Förderperiode.

Im Bericht sei auch besonders der Beitrag zur Imkereiförderung hinterfragenswert. "Hier schaffen wir es nicht, ein besonders gefährliches Gift, das bei der Maisbeizung von relativ wenigen Bauern angewendet wird, zu verbieten", so Zehentner. Nun will die EU die umstrittenen Insektizide bei den Maisbeizungen verbieten, denn "das Bio-Land, der Öko-Vorreiter und Nachhaltigkeits-Pionier Österreich schafft das nicht aus eigener Kraft", zeigte sich Zehentner enttäuscht. (Schluss) mis/bj

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