Papst: Kirche muss sich mit Jugendkulturen auseinandersetzen

Benedikt XVI. vor der Vollversammlung des Kulturrates: Lebensbedingungen und Kulturen junger Menschen sind Bezugspunkte der Pastoral

Vatikanstadt, 07.02.13 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat in einer Ansprache vor dem vatikanischen Kulturrat sein Vertrauen und seine Hoffnung in die Jugend bekräftigt. Die Kirche habe "Zuversicht in die jungen Menschen, sie setzt Hoffnung in sie und ihre Energie, und sie baut auf sie und ihre Vitalität", sagte er bei der Rede am Donnerstag. Zudem betrachte sie die Lebensbedingungen und Kulturen der Jugendlichen als wesentlichen Bezugspunkt für ihre pastorale Arbeit. Die Kirche habe die Aufgabe, sich mit den verschiedenen, sich rasch entwickelnden und ändernden Kulturen der jungen Menschen auseinanderzusetzen, unterstrich der Papst. Die Vollversammlung des Kulturrates befasst sich in diesem Jahr mit dem Thema "Jugendkulturen".

Die Sorgen, Hilferufe und auch Provokationen von Jugendlichen dürften weder von der Zivilgesellschaft noch von der Kirche ignoriert oder vernachlässigt werden, mahnte Benedikt XVI. in seiner Rede. Die Situation der Jugendlichen seit heute vielfach von Instabilität und Unsicherheit bestimmt, von Sorge um einen Arbeitsplatz, führte der Papst aus. Mitunter führe diese scheinbare Ausweglosigkeit in Drogen und Gewalt.

Fragen von Glauben und Kirchenzugehörigkeit würden laut dem Pontifex häufig völlig in den Privatbereich gedrängt. Daneben gebe es aber auch positive Signale, wie der verbreitete Einsatz in Ehrenamtlichen- und Freiwilligendiensten oder das Bemühen um Freiheit und Würde für alle, insbesondere für die Kleinen und Schwachen. Auch bezeugten viele Jugendliche eindrucksvoll ihre Zugehörigkeit zur Kirche. Kirche und Gesellschaft müssten die Anliegen und Fragen der jungen Menschen ernstnehmen, betonte der Papst. Sie dürften sich ihnen nicht entziehen oder auf banale Weise reagieren.

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