ÖH begrüßt die Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Card auf UniversitätsassistentInnen

Ausweitung auf BachelorabsolventInnen und Überarbeitung der Kriterien noch nötig

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) begrüßt den Fall der Vollbeschäftigung als Voraussetzung für die Rot-Weiß-Rot-Card, so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH: "Das Sozialministerium erkennt die Realitäten der Forschenden an den Universitäten an und erfüllt endlich die Forderung der ÖH." Jedoch gibt es noch viel zu tun, damit der Zugang zur RWR-Card auch anderen Gruppen auf der Universität ermöglicht wird.

"Erstens müssen die Erleichterungen für den Erhalt der RWR-Card auch für Bachelor- und DoktoratsabsolventInnen gelten. Diese werden momentan nicht erfasst, die Erleichterungen gelten nur für Master-/MagisterabsolventInnen. Zweitens müssen die Hürden gesenkt werden - denn wer glaubt, dass AbsolventInnen innerhalb von 6 Monaten eine Arbeit mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 1998 Euro finden, liegt falsch. Gerade hochqualifizierte AbsolventInnen sind nicht gefeit vor dem Schicksal der 'Generation Praktikum'. Auch für UniversitätsassistentInnen - die oft von Projektanträgen leben müssen - ist diese Hürde oft nicht bewältigbar.", so Gruber. "Drittens müssen die Beschäftigungsbewilligungen drastisch ausgeweitet werden:
Im Bachelorstudium dürfen Studierende aus Drittstaaten beispielsweise nur 10 Stunden in der Woche arbeiten - das könnte man zumindest auf 20 Stunden wie beim Master anheben. Denn mangelnde Beschäftigungserlaubnis ist bei gleichzeitiger Verdoppelung der Studiengebühren für diese Gruppe eine Farce. Die Finanzierung des Studiums ist ein immenses Problem für diese Studierenden."

Der Vorstoß des Sozialministeriums ist zu begrüßen, ist aber hoffentlich nur ein erster Schritt. "Es muss noch viel getan werden, denn das System hält viele Menschen davon ab, hier zu studieren. Österreich darf und soll sich nicht weiter akademisch isolieren", so Gruber.

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