Streit um "anstößige" Kunst auf dem Zentralfriedhof (1934)

Wien (OTS) - Im Frühjahr 1934 wurde am Zentralfriedhof das Ehrengrab der berühmten Opernsängerin Selma Halban-Kurz mit einer Steinskulptur des österreichischen Bildhauers Fritz Wotruba vollendet. Die Figur stellte eine liegende Frau mit nacktem Oberkörper dar. Rasch entbrannte eine heftige Debatte in der Öffentlichkeit, da viele das Grabmal als anstößig empfanden. Der Streit hatte eine starke politische Komponente, denn das Grab lag in unmittelbarer Nachbarschaft zu jenem des 1932 verstorbenen ehemaligen Bundeskanzlers Dr. Ignaz Seipel. Das Wiener Stadt- und Landesarchiv verwahrt den Akt zum Grabmal, der die originalen Entwurfsskizzen von Fritz Wotruba enthält.

o Mehr dazu unter: www.wien.gv.at/kultur/archiv/geschichte/zeugnisse/halbankurz.html

Derzeit läuft im 21er Haus des Belvedere die Ausstellung "Wotruba. Leben, Werk und Wirkung", in der neben zahlreichen Dokumenten und Werken des Künstlers auch ein Modell der Grabskulptur von Selma Halban-Kurz zu sehen ist.

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