FPÖ-Jannach: Für Österreichs Landwirtschaft sind Einsparungen von 30 % geplant!

In Brüssel kämpfen derzeit alle 27 EU-Staaten um das liebe Geld

Wien (OTS) - So sollen etwa für den Bereich der ländlichen Entwicklung (Umwelt- und Bergbauernförderprogramme, etc.) in den nächsten sieben Jahren statt wie bisher 4,1 Mrd. Euro nur noch 2,9 Mrd. Euro zur Verfügung stehen, und die Agrardirektzahlungen sollen von den bisherigen 715 Mio. Euro jährlich auf 707 Mio. Euro reduziert werden.

Für Landwirtschaftsminister Berlakovich ist die Kürzung der Direktzahlungen "akzeptabel, da diese Zahlungen auf lange zurückliegenden Berechnungen basieren und mit der Realität teilweise nichts mehr zu tun haben - folglich muss es zu einem gewaltigen Umbau kommen." Eine Einstellung, die von FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach ganz und gar nicht goutiert wird, denn "ein ernstzunehmender und ehrlicher Bauernvertreter muss um jeden einzelnen Cent für die heimische Landwirtschaft kämpfen!"

Einzig bei den Einsparungen der ländlichen Entwicklung von geplanten 1,2 Mrd. Euro sieht Berlakovich Handlungsbedarf und droht mit einem Veto. "Einen Bluff mit lediglich großen und leeren Worten und wieder einmal medienwirksames Marketing", ortet Jannach hinter dieser scheinheiligen Kampfansage. Blickt man nämlich hinter die Kulissen, merkt man schnell, dass es innerhalb der Bundesregierung diesbezüglich in keinster Weise eine klare Linie gibt, sondern bereits heftig diskutiert wird. "Berlakovich hat nicht die Standfestigkeit und den 'Mumm', sich über seine Regierungskollegen hinwegzusetzen", kritisiert Jannach weiter.

"Es wird wohl oder übel zu Kürzungen für unsere Bauern kommen", bedauert Jannach das Versagen des Landwirtschaftsministers. "In letzter Minute mit 'leeren Veto-Drohungen' um sich zu schmeißen, ist definitiv zu spät. Schon vor Jahren hätte der Minister seine Zeit und Energie weniger den selbstverherrlichenden Zeitungsinseraten und seinen Günstlingen widmen sollen, sondern sich um die wahren Probleme der Landwirtschaft kümmern sollen."

Jannach fordert, dass sich die Verantwortlichen nicht nur an (EU)Förderungen klammern, sondern dass das eigentliche Problem-'das Bauernsterben'- gelöst wird. So einfach und logisch lautet ein Lösungsvorschlag des freiheitlichen Agrarsprechers: "Faire Marktpreise für landwirtschaftliche Produkte und das Forcieren regionaler Erzeugnisse - das garantiert das Überleben der Landwirtschaft!"

"Das ÖVP-Landwirtschaftsministerium hat versagt und wird auch weiterhin versagen und beweist damit wieder einmal seine Unterwürfigkeit gegenüber der SPÖ und der EU", stellt Jannach abschließend dem Minister und dem Bauernbund eine Bankrotterklärung auf allen Ebenen aus.

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