Leitl: EU-Garantiefonds ausweiten!

EU-Garantiefonds hilft KMU, ohne EU-Budget zu belasten

Wien (OTS/PWK048) - "Kleinere und mittlere Unternehmen sind der Motor der europäischen Wirtschaft, schaffen Arbeit und Ausbildung und müssen im künftigen EU-Budget daher besonders bedacht werden", erklärte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, heute in Brüssel im Vorfeld des EU-Sondergipfels. Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten Donnerstag und Freitag über das EU-Budget für die Jahre 2014-2020. Europa müsse sparen und könne keine großen zusätzlichen Mittel aufbringen. Das Wachstum innerhalb der EU dürfe jedoch nicht durch übermäßiges Sparen abgedreht und keine Bremse für die Europa 2020-Strategie werden.

Leitl schlägt daher die Einrichtung eines EU-Garantiefonds vor, dotiert etwa aus Strukturfondsmitteln: "Damit könnte kleineren und mittleren Unternehmen der Zugang zu Finanzierungen erleichtert und so der Weg aus der Krise geebnet werden, ohne dass zusätzliches Geld aus dem EU-Budget fließen muss." Unternehmensgründer oder Betriebe, die sich entwickeln wollen, könnten so eine Garantie der EU kombiniert mit nationalen Garantien erhalten: Bei einer Dotierung mit nur 5 Milliarden Euro könnten KMU-Garantien von mindestens 50 Mrd. Euro generiert werden. "Dies hilft, Finanzierungsengpässe zu beseitigen und Wachstum und Beschäftigung zu fördern", so der WKÖ-Präsident.

Im Finanzrahmen 2014-2020 sind bereits einige Garantieinstrumente für KMU vorgesehen, was früheren Forderungen der WKÖ zu einem EU-Garantiefonds entspricht. Diese dürfen nun nicht gekürzt werden. Im Rahmen einer "Garantie-Plattform" könnten die in verschiedenen Programmen geplanten Garantieinstrumente gebündelt und besser koordiniert werden: "Unsere Unternehmer brauchen einen raschen und unbürokratischen Zugang zu den von ihnen dringend benötigten Geldern. Nur so können sie Investitionen und Innovationen trotz Basel III umsetzen, wachsen und mehr Menschen beschäftigen", so Leitl. (FA)

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