Voraussichtlicher Überschuss von 8,8 Millionen Euro

SGKK baut Sicherungsrücklagen aus

Salzburg (OTS) - Die Salzburger Gebietskrankenkasse wird für das Jahr 2012 einen Überschuss von voraussichtlich 8,8 Millionen Euro ausweisen. Allerdings sind die Ausgaben prozentuell deutlich stärker angestiegen als die Einnahmen. "Das heißt für uns als SGKK, dass wir unseren besonnen Kurs fortsetzen werden. Unser Ziel ist es, Leistungen dauerhaft mit gesicherter Finanzierung anbieten zu können", betont SGKK-Obmann Siegfried Schluckner. 677 Millionen Euro wurden im Jahr 2012 für medizinische Leistungen - v.a. Spitäler, Ärzte und Medikamente - aufgewendet. Die gesamten Rücklagen der SGKK betragen rund 98 Millionen Euro. Diese Rücklagen sind in Festgeldkonten sowie zwei Fonds mit österreichischen Anleihen angelegt.

Einnahmen im Detail

Die Einnahmen der SGKK aus Beiträgen beliefen sich im Jahr 2012 auf rund 626 Millionen Euro. Sie liegen damit um 4,6 Prozent höher als im Vorjahr.

Die gesamten Einnahmen der SGKK - inklusive Rezeptgebühren und Leistungsersätze - betrugen 716 Millionen Euro und sind damit um 4,3 Prozent gewachsen. Zusätzlich erhielt die SGKK Bundesmittel aus dem Kassensanierungspaket in der Höhe von 2,6 Millionen Euro, ohne die der erwirtschaftete Überschuss 6,2 Millionen Euro betragen würde.

Ausgaben im Detail

677 Millionen Euro wurden für Versicherungsleistungen aufgewendet, davon drei Viertel für ärztliche Leistungen, Medikamente und Krankenanstalten. Das restliche Viertel verteilt sich auf Leistungen wie Krankengeld, Wochengeld, Heilbehelfe, Gesundheitsförderung u.v.m.

Der Verwaltungsaufwand der SGKK betrug 18,8 Millionen Euro und damit 2,6% des Gesamtbudgets.

"Wir sind froh, dass wir erneut positiv bilanzieren können", erklärt Obmann Schluckner. "Wir brauchen eine solide finanzielle Basis, um die Gesundheitsversorgung langfristig sichern zu können. Wir können nur solche Leistungen einführen, die wir auch dauerhaft bezahlen können", hält Obmann Schluckner fest.

Rücklagen sicher veranlagt

Die Salzburger Gebietskrankenkasse hat zur langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung ihrer Versicherten Rücklagen gebildet. "Wenn eine stärkere Wirtschaftskrise kommt, kann es durch Arbeitslosigkeit und Rückgang der Sozialabgaben sehr schnell zu massiven Einbrüchen bei den Einnahmen kommen. Die Salzburger Gebietskrankenkasse ist für solche Notfälle gut gerüstet - wir hatten am Stichtag 1.1.2013 rund 98 Millionen Euro an Rücklagen. Damit können wir das Gesundheitssystem sicher durch Krisenzeiten bringen", erklärt der für Finanzen zuständige Direktor-Stellvertreter Manfred Moosleitner.

Rund 77,3 Millionen Euro sind in zwei österreichischen Fonds (jeweils zur Hälfte Raiffeisen- und Sparkassen-Fonds) angelegt, die österreichische Staatsanleihen enthalten. Die restlichen 20,4 Millionen liegen auf Festgeldkonten bei österreichischen Banken. Das ASVG regelt im § 446 die erlaubten Vermögensanlagen für Sozialversicherungsträger. "Unabhängig von diesen gesetzlichen Bestimmungen war es für die Salzburger Gebietskrankenkasse immer selbstverständlich, keine spekulativen Veranlagungsformen zu wählen. Wir verwalten die Gelder unserer Versicherten. Das ist eine große Verantwortung. Finanzmarktinstrumente mit Risikopotential wie z.B. Derivate waren für uns niemals eine Option", stellt Manfred Moosleitner klar.

Veranlagungen in der Salzburger Gebietskrankenkasse unterliegen einem durchgängigen Vieraugenprinzip mit Selbstverwaltung und Direktion. Die zuständige Finanzabteilung alleine ist nicht berechtigt, langfristige Veranlagungen zu tätigen. Alle Finanztransaktionen - sämtliche Einnahmen inklusive Zinserträge ebenso wie sämtliche Ausgaben bzw. Investitionen und Abschreibungen -sind in einer doppelten Buchhaltung abgebildet.

Übersicht: Einnahmen / Ausgaben 2012 SGKK

Einnahmen

Einnahmen aus Beiträgen
(Versicherte Erwerbstägtige, Arbeitslose,
Pensionisten, u.a.) 626 Mio Euro Sonstige Einnahmen (Rezeptgebühren,
Leistungsersätze z.B. für Wochengeld, Service-Entgelt,
u.a.) 90 Mio Euro

Ausgaben

Versicherungsleistungen (Krankenhäuser,Ärzte,
Medikamente, Zahn, Krankengeld, Mutterschaftsleistungen, Heilbehelfe und Hilfsmittel, Med.Hauskrankenpflege,
Medizinische Reha, Gesundheitsföderung, u.a.) 677 Mio Euro Verwaltungsaufwand 18,8 Mio Euro

Rückfragen & Kontakt:

SGKK - Pressestelle
Mag. Karin Hofer
Tel.: 0662 8889 1003
Mobil: 0664 8560462
karin.hofer@sgkk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SGE0001