Lunacek: Europaparlament fordert Null-Toleranz bei Gewalt gegen Frauen"

Grüne: Komission muss endlich EU-Mindeststandards vorlegen

Straßburg (OTS) - "Mit der großen Unterstützung für die Resolution zur "Verhütung und Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen" sendet das Europaparlament ein starkes Signal an alle Staaten in Europa und weltweit, den Kampf gegen Gewalt an Frauen voranzutreiben. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein vernachlässigbares Übel. Hunderte Millionen Frauen und Mädchen sind Tag für Tag gewalttätigen Angriffen ausgesetzt, angefangen von dummen sexistischen Sprüchen über Handgreiflichkeiten bis hin zu brutalen Vergewaltigungen und Morden. Die heutige Resolution fordert von der bislang in diesem Bereich säumigen Kommission eine verbindliche Richtlinie zur Umsetzung gleich guter Mindeststandards in allen Mitgliedsstaaten. Alle EU-Staaten sind zudem aufgerufen, zügig die Konvention des Europarates zur Prävention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen zu unterzeichnen und zu ratifizieren. Außerdem muss die EU dem Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt in all ihren Aktivitäten in der Außenpolitik hohe Priorität einräumen", kommentiert Ulrike Lunacek, neu gewählte Vizepräsidentin der Grüne/EFA-Fraktion und Mitglied der Grünen im Frauen- und Gleichstellungsausschuss des Europaparlaments die heutige Abstimmung. Der Anlass zu dieser Resolution ist die 57. Sitzung des Gleichstellungsausschusses der Vereinten Nationen vom 4. bis 15. März in New York, zu der das Europaparlament eine Delegation schickt. Auch Ulrike Lunacek wird vor Ort sein.

Lunacek: "Das Thema Gewalt gegen Frauen ist seit langem auf der Agenda des Parlaments - bereits im April 2011 wurde die Europäische Kommission in einer Resolution aufgefordert, gesetzgebend tätig zu werden und eine Richtlinie für den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen zu erlassen. Bis heute ist die Kommission untätig geblieben - das muss sich jetzt ändern! Studien zeigen, dass in der EU 20-25 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt werden. Dieser konstante Verstoß gegen die menschliche Würde sei nicht hinnehmbar. Gewalt gegen Frauen löst auch Folgekosten enormen Umfangs aus: Allein häusliche Gewalt in der EU verursacht neben dem Leid für die Frauen einen Folgekostenaufwand von 16 Milliarden Euro jährlich."

Positiv bewertet Lunacek die Entschlossenheit von Kommissions-Vizepräsidentin Viviane Reding am 14. Februar den V-Day gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu unterstützen. Lunacek: "Dieser Aktionstag ist Teil der internationalen Kampagne Stopp Gewalt gegen Frauen. Weltweit werden an diesem Tag Frauen und Männer auf die Straße gehen und ein Ende der Gewalt gegen Frauen einfordern."

In Wien haben Sie dazu Gelegenheit bei einer Demo/Kundgebung am 14. Februar 2013 um 17 Uhr, vor dem Parlament, Doktor-Karl-Renner-Ring 3;

weitere Info:
http://www.diegruenenfrauenwien.at/2013/01/one-billion-rising-demo-ge
gen-gewalt-an-frauen/
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http://onebillionrising.org/

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